Vatikan-Finanzmanager investierten 650 Millionen Euro aus Spenden in dubiose Geschäfte

Der Vatikan wird wieder einmal durch einen Korruptionsskandal heimgesucht, Staatsanwaltschaft und Gerichte ermitteln bereits. Fünf Kurienmitarbeiter, die als Finanzmanager tätig waren, sollen in Geldwäsche- und Betrugsgeschäfte involviert sein. Dabei soll es um eine Summe von nicht weniger als 650 Millionen Euro gehen.

Besonders schlimm für den Heiligen Stuhl: Die Mittel stammen aus dem sogenannten „Peterspfennig“, also aus Spenden von Gläubigen. Und diese hätten eigentlich für soziale Wohltätigkeitsprojekte investiert werden sollen und nicht für Spekulationsgeschäfte rund um den Erdball. Papst Benedikt der XVI. bezeichnete den „Peterspfennig“ im Jahr 2006 folgendermaßen:

Der Peterspfennig ist der bezeichnendste Ausdruck der Teilhabe aller Gläubigen an den wohltätigen Initiativen des Bischofs von Rom für die Weltkirche. Diese Geste hat nicht nur einen praktischen, sondern auch einen deutlichen symbolischen Wert als Zeichen der Einheit mit dem Papst und der Sorge für die Bedürfnisse der Brüder und Schwestern, und deshalb besitzt euer Dienst einen vornehmlich kirchlichen Wert.

240 Millionen Euro für Ölplattform vor Angola

Eines der besonders umstrittenen Investitionsprojekte aus den Kassen des Vatikans stellt eine Ölplattform vor Angola dar. Neben dem Vatikan sollen auch der italienische Ölkonzern Eni und die Fördergesellschaft Falcon Oil des afrikanischen Finanziers Antonio Mosquito beteiligt sein. Rund um diese korrupten Geschäfte und andere Investitionen soll ein komplexes und undurchschaubares Netzwerk von Offshore-Gesellschaften des Vatikans tätig gewesen sein.

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