China hält dem Westen den Spiegel vor

Polizeigewalt in Hongkong, Polizeigewalt gegen Gelbwesten und die Heuchelei

Der menschenrechtsbewegte Westen kritisiert gerne China wegen angeblicher Polizeigewalt gegen Demonstranten in Hongkong.  Dass es sich bei den Protestierern oftmals um keine „friedlichen Demonstranten“ handelt sondern um Randalierer, die Sachbeschädigungen in großem Ausmaß verüben und somit als Kriminelle einzustufen sind, wird freilich lieber verschwiegen.

In der der zwischen den Westen und China tobenden Propagandaschlacht ist nun Peking zum Gegenangriff übergegangen. In einer Erklärung der chinesischen Botschaft in Paris wird die Heuchelei der EU und Frankreichs offen kritisiert: „Wir drücken unsere tiefe Unzufriedenheit und unsere tiefe Missachtung für die Heuchelei in den europäischen Erklärungen und die Dunkelheit in Bezug auf die Absichten einiger gegenüber China aus.“

Wenig diplomatisch werfen die chinesischen Diplomaten der EU vor, „die Randalierer öffentlich zu verherrlichen und Selbstverteidigungsmaßnahmen der Polizei gegenüber den Angreifern zu missachten“. Außerdem wurde die Proteste der Gelbwesten-Bewegung in Frankreich thematisiert und erklärt, dass die französische Polizei „Erfahrungen aus erster Hand“ im Umgang mit Demonstranten verfügt und ständig von einem „böswilligen Personenkreis“ wegen ihrer Handlungen kritisiert wird.

Tatsächlich gibt es zahlreiche Berichte, wonach die französischen Sicherheitskräfte mit dem Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen nicht gerade zimperlich mit den „Gelbwesten“ umgehen, was die chinesischen Diplomaten zu folgender Anmerkung veranlasste: „Unter diesen Umständen haben wir Mitgefühl mit Frankreich gezeigt. Wir möchten, dass man uns heute den gleichen Geist entgegenbringt.“

[Autor: B.T. Bild: www.wikipedia.org/Studio Incendo Lizenz: CC BY 2.0]

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