Grüne: Christoph Chorherr ist ein guter Mensch

Hilft kleinen Kindern in Schwarz-Afrika – oder sich selbst?

#Comeback Saubere Politik sowie Wen würde der Anstand wählen? Das ist auf den Wahlplakaten der Grünen zu lesen. In den letzten Tagen werden solche Texte immer mehr zur Lachnummer. Spaßvögel kritzeln neben Saubere Politik und Anstand ein Wort hin: Chorherr.

Für den sauberen Christoph Chorherr gilt, no na, die Unschuldsvermutung. Schließlich war der Sohn des Herausgebers der Tageszeitung „Die Presse“, Thomas Chorherr, einmal grüner Parteivorsitzender. Ein Sprössling aus betuchtem Hause, der wie viele andere aus den Reihen der jeunesse dorée zu den Grünen oder zu den Haselsteiner-Neos (auch Frau Beate ist so ein behütetes Arzttöchterl) geht, um alles besser zu machen.

Korruptionsfrei! Das war stets das gewichtige Argument der Grünen. Solange sie nirgends mitregiert haben, war das keine so schwere Sache. Wer bietet schon einer kleinen Oppositionspartei ohne nennenswerten Einfluss das große Geld an? Wenn man mitregiert wie in Wien, scheint das anders zu sein. Ohne jemanden etwas unterstellen zu wollen: Wie ist es erklärbar, dass es wegen des Heumarkt-Projekts bei den Wiener Grünen zu schwersten Verwerfungen kam? Dann zu einer Abstimmung der grünen Basis, deren Ergebnis von Frau Vassilakou einfach ignoriert wird.

Warum wohl haben sich Vassilakou und Chorherr derart in der Heumarkt-Frage verbissen? Aus Zuneigung zu Michel Tojner, dem Großinvestor? Oder weil Chorherrs Frau Aufträge brauchte? Nein, weit gefehlt. Die Lösung ist: Christoph Chorherr ist ein sooo guter Mensch. Ihm ging es um die Spenden, die ehrenwerte Unternehmer für sein Projekt in Afrika lockermachten. Natürlich – und das sei zur Bekräftigung der Unschuldsvermutung ausdrücklich hervorgehoben –, ohne dass irgendein Konnex zwischen den großherzigen Spenden und irgendwelchen Auftragsvergaben bestand.

[Autor: E.K.-L. Bild: www.wikipedia.org/Helge Fahrnberger Lizenz: CC BY-SA 3.0]

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