Von Storch: Linker Aktivismus zeigt zunehmend totalitäre Züge

[Siehe Twitter-Kommentare von Beatrix von Storch HIER und HIER]
Beatrix von Storch kommentierte die aktuelle Debatte über Grönemeyers Aufruf, den Bürgern zu »diktieren«, wie eine Gesellschaft auszusehen habe, auf Twitter und verweist auf die autoritären und aggressiven Methoden linker Aktivisten:
»Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ›Ich bin der Faschismus‹. Er wird sagen: ›Ich bin der Antifaschismus‹. Wer brennt halbe Stadtteile und Autos nieder, prügelt seine Gegner, boykottiert demokratische Parteien, zerstört systematisch die Existenz Andersdenkender?«

Der Zweck heiligt nicht die Mittel: Wer faschistische Methoden anwendet ist selbst Faschist

Dem italienischen Schriftsteller Ignazio Silone wird folgendes Zitat zugesprochen: »Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ›Ich bin der Faschismus‹. Nein, er wird sagen: ›Ich bin der Antifaschismus‹.«
Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass die Intention, Faschismus zu bekämpfen, dazu führen kann, totalitäre und autoritäre Methoden einzusetzen, die am Ende selbst wie beim Faschismus die Menschen unterdrücken.
Hannah Arendt hatte sich massiv mit dem Totalitarismus auseinandergesetzt und dabei sowohl den Faschismus bzw. Nationalsozialismus als auch den Kommunismus in Form des Stalinismus analysiert. Alle diese Varianten sind Formen der »totalen Herrschaft«, die Schrecken über die Menschen bringt.
Was haben all diese Formen der schrecklichen »totalen Herrschaft« gemeinsam? Sie rechtfertigen grausame und unmenschliche Methoden mit angeblich »höheren Zielen«. Nach dem Motto: Der Zweck heiligt die Mittel.
Genau dies tun gewisse Kreise aus dem linken politischen Spektrum. Sie glauben unter dem Banner des »Antifaschismus« alles tun zu dürfen, weil ihre Intention eine gute sei. Daher glauben sie, dass es gerechtfertigt sei, Bürger zu verfolgen, zu diffamieren, einzuschüchtern, niederzuschreien und sogar Gewalt auszuüben und Häuser und Autos zu beschädigen.
In der letzten Zeit zeigt sich dies wieder besonders deutlich. Aus Panikmache, weil man glaubt, die bürgerliche Partei der AfD sei mit Faschismus gleichzusetzen, werden unbescholtene Bürger diffamiert und angegriffen, wird eine ganze Bürgerbewegung und Partei in Verruf gebracht. Das ist zum einen inszeniert und gewollt, von vielen aber nur blind befolgt, weil sie unkritisch die Fehlinformationen der Mainstream-Medien glauben.
Beatrix von Storch warnt vor den Folgen und erinnert an die Sogwirkung totalitärer Bewegungen, die anfangs scheinbar völlig harmlos daherkommen, auf Twitter mit folgender Kurzmeldung:
»Kein Film passt besser in unsere Zeit als #DieWelle. Liebe #Antifa #Klimafanatiker #Gendertotalitäre #Grölemeyers u #Gutmenschen, schaut Euch den an. Das seid Ihr! Eine totalitäre Idee,alle machen mit,Gewalt wird legitim…«
Ähnlich wie bei der Anti-Trump-Bewegung in den USA scheint auch den linken und grünen Aktivisten in Deutschland nicht klar zu sein, dass Taten mehr aussagen als Worte und dass die Unterdrückung der Meinung Anderer der erste Schritt zur »totalen Herrschaft« ist, vor der Hannah Arendt mit Blick auf Faschismus und Stalinismus gewarnt hat.
Demokratie braucht ergebnisoffene Diskussionen und Debatten und keine autoritären Aktivisten, die anderen vorschreiben wollen, was man denken und sagen darf und was nicht. Diese Lektion muss heutzutage besonders im linken Spektrum noch mal gründlich nachgelernt werden.