Die deutsche Sozialdemokratie verweigert sich der Gegenwart

Die deutsche Sozialdemokratie weiß noch immer nicht so recht, wie ihr geschieht – beginnt aber schon mal an ihrem Erscheinungsbild zu werkeln. Nach gut 150-jähriger Geschichte hat sich der Nachfolger des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins zu einem Facelifting entschlossen und will dem Wähler künftig in ähnlichem Gewand wie die anderen Grün- und Linksparteien, als anmutiges Androgyn gegenübertreten. Nur der bayerische Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner fand keine Ergänzung durch das Ewig-Weibliche in Landtagen und Kommunalverwaltungen und trat so als einziger rein-männlicher Kandidat an. Er hatte aber wohl mit einiger »Sicherheit« – dies sein zentrales Thema – nie eine Chance auf eine Wahl durch die Parteifunktionäre und nahm sich nun selbst aus dem Rennen.

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