Der Abschaum der Menschheit

Feuer so heiß, dass Babies und Kleinkinder in den Armen ihrer Mütter zerschmolzen sind. Ein Feuersturm, der die Menschen einsog und regelrecht zerplatzen ließ. Opferzahl – bis heute ein Streitpunkt. Darüber zu lachen, ja Witze zu reißen, wäre in jedem anderen Kontext, wenn es ein anderes Volk gewesen wäre, mehr als pietätlos. Ich kann mir schwer vorstellen, wie Almans (Stichwort: der erbärmliche Alman) Witze über die Flächenbombardements auf vietnamesische Dörfer machen und herzhaft darüber lachen, wie Kinder wie kleine Fackeln mit Napalm übergossen durch die Landschaft rennen und nach Mama rufen. Aber hier, in diesem Zusammenhang, weil es ja irgendwie lustig und trendy ist, sich über das eigene Volk und eigene Leid zu amüsieren, juckt es diese «letzten Menschen» (Nietzsche: der verächtlichste aller Menschen) nicht.

 

Wer über «Royal Air Force auf Sachsen», «Bomber Harris» do it again und «Napalm auf Dresden» ehrlich und ohne schlechtes Gewissen, nicht einmal den Hauch von Unwohlsein lachen kann, ist Abschaum. Insofern kann ich diese Volksesoteriker auch nicht verstehen, die von einer nicht zu brechenden Bindung zwischen Menschen eines Volkes sprechen. Dieser menschliche Ausguss in Fleisch und Knochen, der da auf den Bänken vegitiert, ist nicht mein Volk. Das sind nicht meine Mitbürger oder Menschen, die meiner Liebe würdig wären – schon gar nicht meiner Solidarität. Eigentlich verdienen sie es das Schicksal zu durchleben, über das sie so herzhaft lachen können.

Mehr ist zu dem Thema nicht zu sagen.

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Bild: Deutsche Fotothek