Laut Umfragen nur Dreier-Regierungen möglich

In Brandenburg sind es gleich beide Parteien der auf Bundesebene (noch) amtierenden sogenannten Großen Koalition, die gemeinsam in den Umfragen in den Keller abrutschen. Die Verluste der CDU werden bei  mindestens fünf Prozent erwartet, die der SPD bei mindestens zehn Prozent. Bei den Verlusten ist die Grenze für beide nach oben allerdings offen. Legt man die Stimmen beider Parteien zusammen, bleibt der Wert voraussichtlich weit unter der 40-Prozent-Grenze. Folgerichtig wird es auf Landesebene in Brandenburg zu keiner GroKo kommen. Da der mutmaßliche Wahlsieger AfD keine Koalition eingehen wird, bedarf es also mindestens drei Parteien für ein Regierungsbündnis.
Das gleiche Szenario wird auch für Sachsen erwartet. Hier fährt die CDU voraussichtlich zweistellige Verluste ein. Ganz so groß werden die Verluste für die SPD nicht sein; derzeit wird ein Stimmenrückgang von etwa fünf Prozent gegenüber der Wahl 2014 erwartet. Da aber die SPD bei einer Ausgangsposition von 12,4 Prozent ins Rennen geht, sind Verluste in dieser Größenordnung schon beinahe existenzgefährdend. In Sachsen wird es ebenfalls keine Zweier-Regierung geben, da die AfD auch hier keine Koalition eingehen wird. Mit ihren mindestens 25 Prozent aber limitieren sie die Optionen der anderen Parteien.
In beiden Ländern werden die Klimmzüge zur neuen Regierungsbildung mindestens genau so spannend, wie die Auszählung der Stimmen am Wahltag.