Zerbrochene Knochen: Wurde Epstein doch ermordet?

Der wegen Sexhandel und Sex mit Minderjährigen angeklagte US-Multimilliardär und Strippenzieher Jeffrey Epstein, dessen Netzwerke nun aufgeklärt werden und Amerika erschüttern, war vor wenigen Tagen tot in seiner Zelle aufgefunden worden. Obwohl er wegen eines vorherigen Selbstmordversuches unter besonderer Beobachtung stand! Doch wie es aussieht, war im Gefängnis zum Zeitpunkt seines Todes einiges »schief gelaufen«, so dass er zeitweise plötzlich nicht mehr unter Beobachtung stand: Die für ihn verantwortlichen Wächter waren plötzlich weg bzw. »zufällig eingeschlafen«, die Kameras ausgestellt, etc.
Dies hat die Spekulationen angeheizt, dass Epstein sich nicht selbst umgebracht hat, sondern ermordet wurde. Wie die »Neue Zürcher Zeitung« und die »Washington Post« berichteten, ist die Leiterin der Autopsie, Barbara Sampson, nicht von der offiziellen Version überzeugt, dass Epstein sich in seiner Zelle erhängt habe. Die Brüche im Halsbereich deuten ihrer Ansicht nach eher darauf hin, dass er zuvor mit massiver Gewalt erwürgt wurde.
Sie will nun, dass auch die Wächter und Zelleninsassen der Nachbarzellen interviewt werden. Auch sollen nochmal die Videoaufzeichnungen der Gänge des Gefängnisses untersucht werden, da es, wie erwähnt, aus Epsteins Zelle keine Videoaufzeichnungen gibt.
Jeffrey Epstein hatte ein Netzwerk aufgebaut, dass unter anderem mit dem »Sex Traffic« von minderjährigen Kindern viele Prominente US-Amerikaner und auch internationale Prominente kompromittierbar gemacht haben soll. Das Ausmaß dieses Netzwerkes ist gigantisch und könnte zahlreiche Karrieren beenden, wenn sich die vielen Verdachtsfälle bestätigen sollen. Es gibt aber auch Druck, weitere Aufklärungen zu verhindern. So wird spekuliert, dass es Personen geben könnte, die Interesse daran haben könnten, Epstein verschwinden zu lassen.
Inzwischen wird eine Welle von Klagen überlebender Opfer erwartet. Eine Frau hat bereits die erste Klage eingereicht: Sie sei als 14-jähriges Mädchen zu Epstein gebracht worden und dort monatelang sexuell missbraucht worden.