Hochadel schützt vor politischer Korrektheit nicht

Prinz Harry: 2005 mit Hakenkreuz-Armbinde, heute im Kreis der Gutmenschen

Anfälle politischer Korrektheit bringt man mit dem Hochadel eigentlich nicht in Verbindung. Anders verhält es sich bei Prinz Harry, der Nummer sechs der britischen Thronfolge. In einem Interview mit der Primatenforscherin Jane Goodall sprach der Herzog von Sussex davon, dass „unbewusste Vorurteile“ Rassismus beeinflussen könnten. Außerdem würden viele Menschen ihre eigenen Vorurteile aufgrund ihrer Erziehung und Umgebung nicht erkennen. Erscheinen wird das Interview in der September-Ausgabe des „Vogue“-Magazins, in der Harrys Frau Meghan, die afroamerikanische Wurzeln hat, als Gast-Chefredakteurin mitwirkt.

Zudem gab Harry von sich, dass „Stigma von Generation zu Generation weitergegeben werden“, weil es „von deiner Familie, von der älteren Generation oder von der Werbung, von deiner Umwelt, gelernt wird“. Stehsätze wie diese sind sonst eigentlich nur von linken Gutmenschen zu hören, die hinter jeder Hecke einen bösen Rassisten wittern.

Auch in anderen Bereichen zeigt Prinz Harry Anbiederungen an den Zeitgeist. So sagte der Enkelsohn von Königin Elizabeth II., seine Frau und er wollen „maximal zwei“ Kinder haben. Als Begründung sagte er, er wolle etwas für den Umweltschutz tun. Aber allzuviel Nachwuchs – Harry und Meghan wurden vor drei Monaten erstmals Eltern –  ist aus biologischen Gründen ohnedies nicht möglich, da Meghan am 4. August 38 Jahre alt wird.

Prinz Harry war übrigens nicht immer so politisch korrekt wie heute. 2005 trat der damals 20-Jährige in brauner Uniform und Hakenkreuz-Armbinde auf, was für internationale Schlagzeilen sorgte.

[Autor: B.T. Bild: www.wikipedia.org/E. J. Hersom Lizenz: CC BY 2.0]

Der Beitrag Hochadel schützt vor politischer Korrektheit nicht erschien zuerst auf ZurZeit.