Nach Würge-Attacke auf Freundin: Schutzsuchender Somalier wegen Mordversuchs angeklagt

Ermittlungen wegen versuchten Mordes laufen derzeit in Wien gegen einen 21-jährigen Afrikaner, der Anfang Juli seine 33 Jahre alte Freundin anscheinend im Streit zu ersticken versucht hatte. Das Opfer verlor bei dem Angriff sogar zwischenzeitlich das Bewusstsein, konnte sich schlussendlich aber befreien und die Polizei verständigen. Der schutzsuchende Asylwerber aus Somalia befindet sich in U-Haft.

Immer wieder Streit wegen Eifersucht

Zur Tat kam es bereits am 7. Juli in der gemeinsamen Wohnung des Paares im Bezirk Währing. Kennengelernt hatten sich die beiden auf einer Techno-Party, doch die Beziehung sollte nicht lange harmonisch bleiben. Eifersucht erschwerte das Liebesglück – an besagtem Tag im Juli kam es neuerlich zum Streit zwischen der 33-Jährigen und dem deutlich jüngeren Mann.

Geohrfeigt, zu Boden gerissen, bewusstlos gewürgt

Wie Andreas Schweitzer, der Verteidiger des Beschuldigten, heute, Dienstag, beim Lokalaugenschein am Tatort erklärte, sei es auch bei dieser Auseinandersetzung um Eifersucht gegangen. Rasch eskalierte die Situation. Im Wohnzimmer, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, habe der Somalier seine Partnerin zunächst geohrfeigt, dann zu Boden gerissen, sich auf sie gesetzt und ihr mit voller Kraft Mund und Nase zugehalten. Die 33-Jährige bekam keine Luft mehr. Als sie zwischenzeitlich doch nach Atem ringen konnte, versuchte der Verdächtige erneut, sie am Atmen zu hindern, und zwar in Tötungsabsicht, so die Vermutung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb wegen versuchten Mordes gegen den verdächtigen Asylwerber.

Ausreden auf den Alkohol

„Ich bin überzeugt, dass er sie nicht umbringen wollte“, sagte dagegen sein Verteidiger. Die beiden hätten Hochzeitspläne gehabt, „er war für sie die Liebe ihres Lebens“, meinte Schweitzer. Sein Mandant hätte auf der Party reichlich Alkohol getrunken, was bei seinem weiteren Vorgehen eine Rolle gespielt habe. Dass keine Tötungsabsicht gegeben war, zeige sich auch daran, „dass er seelenruhig da gesessen ist und auf die Polizei gewartet hat, nachdem sie den Notruf gewählt hatte“, betonte der Anwalt. Dessen ungeachtet befindet sich der 21-Jährige vorerst weiter in U-Haft. Quelle: krone.at

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