Universität Heidelberg: Findet eine Energiewende überhaupt statt?

Im Jahre 2017 erschien auf der Webseite der Universität Heidelberg ein kurzer Aufsatz unter dem Titel „Findet eine Energiewende überhaupt statt“? Der Aufbau dieses Aufsatzes, verfasst von Prof. Dr. Dr. h.c. Dirk Dubbers, Prof. Dr. Johanna Stachel (ehemalige Vorsitzende der deutschen physikalischen Gesellschaft) und Prof. Dr. Ulrich Uwer, war bemerkenswert. Es begann im ersten Drittel mit einer Eloge auf die Energiewende, welche an die von jeglicher technischen Sachkenntnis befreiten Aussagen einer Frau Claudia Kemfert erinnerte. Danach wendeten sich plötzlich Ton und Sachinhalt in der Schrift, sie wurde knallhart, sachlich und schonungslos. Ihr Schlussteil war dann wieder im gleichen Stil wie das erste Drittel gehalten.

Dieser alte Beitrag ist nun von den gleichen drei Autoren durch eine aktuelle und mutigere Version vom 15.7.2019 ersetzt worden und heißt jetzt „Energiewende: Fakten, Missverständnisse, Lösungen – ein Kommentar aus der Physik„, nachfolgend aufrufbar in   Energiewende_Web_2019. Die alte Version ist im Netz nicht mehr vorhanden (vielleicht noch in Netzarchiven).

Im Sachteil unterscheidet sich die neue Version um nichts von der alten. Lediglich das sehr hilfreiche EXCEL-Blatt Quellenangaben_Web_2019 mit den wichtigsten Energiedaten ist jetzt noch beigefügt. Es ist aber dennoch etwas höchst Bemerkenswertes passiert. Die an ehemalige DDR-Sitten erinnernden Ergebenheitsbekundigungen an die Politik fehlen in der neuen Version völlig.  Statt dessen bietet der neue Aufsatz  unter dem Abschnitt „Lösungen“ eine von jeder Ideologie freie und absolut vernünftige Zusammenstellung der erforderlichen Maßnahmen, um die deutsche Energieversorgung sicher, kostengünstig und naturschonend zu gestalten. Insbesondere wird die Kernenergie als Lösung ausdrücklich empfohlen.

Es soll an dieser Stelle Respekt für den Mut der drei Autoren Dubbers, Stachel und Uwer bekundet werden. Es ist wohl kein Geheimnis, dass die studentischen Vertretungen deutscher Universitäten mehrheitlich rot-grün gefärbt sind und selbst Professoren sich heute der Beurteilung ihrer „Schäfchen“ stellen müssen. Solche Beurteilungen schlagen sich dann zumindest in der neuen W-Besoldungsordnung in Gewährung oder Nichtgewährung von Besoldungszulagen nieder. Die Unabhängigkeit der alten C3- oder C4-Besoldung , der sich auch noch der Autor erfreuen durfte, sind Geschichte.

Es ist nicht zu erwarten, dass die hier besprochene neue Kritik an der Energiewende auf viel Gegenliebe in der Universität einer Stadt stoßen wird, die zusammen mit Freiburg und Tübingen stets den Vogel in Sachen grün-verrückter Ideologie abschießt (hier). Daher sollten Sie, liebe Leserinnen und Leser alles daran setzen, den hier besprochenen jüngsten Bericht von drei renommierten und anerkannten Heidelberger Physikern Ihren parlamentarischen Volksvertretern und Bürgervertretungen zur Kenntnis zu bringen.

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