Orbán spielt in der Roma-Angelegenheit mit falschen Karten

Bei den Wahlen feilscht Fidesz wie auf dem Markt um die Roma-Stimmen, auch der aus dem Geld der Steuerzahler unterstützte Geld-verschwinden-lassen-Zauberkünstler Flórián Farkas wird dafür gehalten, um die Zahl der Minderheitentimmen zu maximalisieren.  Am Donnerstag erwähnte Viktor Orbán jedoch die Miskolcer Ansiedlung der Roma als ein erschreckendes Beispiel.

„In Miskolc wissen die Menschen, was Einwanderung bedeutet. Hier gab es einen Präzedenzfall, als Menschen von außen in diese Stadt massenweise einwanderten. Sie sahen, was sich daraus ergab. (…). Diese Menschen, die sich hier niederließen, kamen aus dem Gebiet Ungarns nach Miskolc.” – erklärte der Ministerpräsident im Miskolcer Stadtfernsehen.

Dem Organ HVG reagierte der Vorsitzende der Miskolcer Roma-Nationalitätenselbstverwaltung auf die Worte Orbáns, welche er als „unvertretbare Hetze gegen die Roma” bezeichnete.

„Ich bin darüber zutiefst empört, dass der Ministerpräsident Ungarns das ungarische Zigeunertum Migranten nennt, und dieses auf dieser Weise stigmatisiert. (…) Alles beginnt mit Worten. Anschließend seien wir nicht überrascht, wenn körperliche Angriffe, Überfälle auf die Roma-Bevölkerung nach dieser Aussage passieren” – sagte Váradi und ergänzte: er erwarte, dass sich der Ministerpräsident entschuldige.

Dass Orbán und sein Kreis in der Roma-Angelegenheit taktisch vorgehen, zeigt gut, dass das Webportal Alfahír ein Video auf ihrer Seite veröffentlichte, auf dem zu sehen ist, dass der Vorsitzende der Roma-Selbstverwaltung von Sajószentpéter, der Politiker der Fidesz-nahen Roma-Organisation Lungo Drom, László Szilárdi einen Einheimischen zur Unterstützung von Fidesz bewegt.

„Nur Fidesz und Zoltán Demeter! Roma sollen nur auf Fidesz abstimmen, das ist das Wesentlichste (…). Gábor Vona ist ein Faschist, der die Zigeuner ermorden lassen will (…). Gehen wir am 8. April zu den Wahlen, Fidesz und Zoltán Demeter, wir danken vielmals, nur so weiter!” – so lautet das im Video Gesagte.

Das beweist, dass wenn man Stimmen kaufen muss, dann kommen die „versteckten Ressourcen” Viktor Orbáns zu Gute, auch wenn Hetze gegen Andere für politisches Kapital nötig ist. Außerdem verschwendete seit Jahrzehnten jede Regierung Forint-Milliarden für erfolglose Förderprogramme für die Roma-Bevölkerung.

Quelle: alfahir.hu/2018/03/02/fidesz_ciganyok_miskolc_orban_viktor_varadi_gabor

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