“Apartheidsstaat Israel“ prüft Arbeitserlaubnis für Gaza-Bewohner

Von JAN SCHNEIDER | Der ach so böse Terror- und Arpartheidsstaat Israel erdreistet sich wieder einmal, billige Arbeitskräfte aus Palästina abzuwerben. So könnten Gutmenschen, Rechts- und Linksextremisten die Entscheidung Israels werten, Arbeitskräften aus dem Gaza-Streifen eine Arbeitserlaubnis zu geben. Dies prüfen aktuell Sicherheitskreise.

In Wahrheit jedoch hat die Beschäftigung vor allem für die palästinensischen Arbeitskräfte Vorteile. Im Gaza-Streifen gibt es nicht genügend Arbeitsplätze, die Bezahlung ist schlecht und es herrscht Angst vor der autoritär herrschenden Hamas. „Die Gaza-Bewohner werden sich dafür entscheiden, in Israel zu arbeiten, anstatt Terror-Tunnel zu graben. […] Jeder Arbeiter wird rund 3500 Schekel [ca. 880 Euro Anm. d. Red.] erhalten, im Gegensatz zu den rund 1000 Schekel, die man in Gaza verdienen kann – wenn man Glück hat und einen Job hat.“ brachte es ein Beamter der israelischen Sicherheitskräfte, der dieses Vorhaben stützt, auf den Punkt.

Bereits heute arbeiten einige Palästinenser aus dem Westjordanland in der israelischen Stadt Sderot unweit des nördlichen Gazastreifens. Bewohner des Gazastreifens dürfen seit 2005 nicht mehr in Israel arbeiten.

Laut „Ynetnews“, einem israelischen Nachrichtenportal, befürworten die israelischen Streitkräfte die Pläne. Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet ist skeptischer. Er befürchtet, dass sich Sympathisanten und Anhänger der Hamas unter die Arbeiter mischen, und sensible Informationen sammeln könnten. Auch ist zu befürchten, dass es zu Terrorattacken kommen könnte.

Da Israel – anders als im Westjordanland – keine Präsenz im Gazastreifen hat, ist es unmöglich, Terrorverdächtige unter den palästinensischen Arbeitern unverzüglich zu verhaften.
Dass trotz all dieser begründeten Bedenken Palästinenser bald dennoch in Israel arbeiten dürfen, sagt einiges über die Anatomie dieses Konfliktes aus, und zeigt wohl, von welcher Seite die Agression nicht ausgeht.

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