In Memoriam: Zum 75. Jahrestag der Hinrichtung der Geschwister Scholl

David Berger

Ein Gastbeitrag von Adam Elnakhal 

Sie zahlten ihren christlich-humanistisch motivierten Widerstand gegen die NSDAP-Diktatur mit ihrem Leben: Am 22. Februar 1943 wurden die Geschwister Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst mit der Guillotine in „Stadelheim“ (München) hingerichtet. Eine kurze Erinnerung:

Als Sophia Magdalena genannt „Sophie“ Scholl am Spätnachmittag des 22. Februar 1943 hingerichtet wurde, war sie erst 21 Jahre alt. Es war jenes Alter mit dem man damals gerade erst die Volljährigkeit erlangt hat. Ihr älterer Bruder Hans Scholl war 24 Jahre und der Mitstreiter Christoph Probst war 23 Jahre alt. Christoph Probst hinterließ Ehefrau und drei Kinder. Kurz vor seiner Hinrichtung ließ er sich katholisch taufen. Die Geschwister Scholl entstammen einem protestantischen Elternhaus und haben ihren Glauben bis zu ihrem Lebensende beibehalten und ganz offensichtlich auch unter Beweis gestellt.

Für die jungen Erwachsenen der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ war die Aufrichtigkeit im Leben wichtiger als die Quantität des Selbigen. Ihr Idealismus zehrte aus einem tiefen christlichen Glauben, der sie auch im letzten Lebensmoment vor dem Fallbeil nicht verlassen hat, wie der Vollstrecker später die Haltung der Sophie Scholl im Moment ihrer Hinrichtung schilderte.

Die jungen Erwachsenen der Weißen Rose, die ihren Schwerpunkt in München hatten, schauten nicht weg als Juden abtransportiert wurden, sie verdrängten nicht als sie von der Massenvernichtung im Osten hörten, sie ließen sich nicht von der perfiden national-sozialistischen Propaganda blenden. Sie stellten ihr Gewissen über ihr Leben bzw. ihre Lebensdauer und gaben ihrem Menschsein dadurch einen besonderen Sinn durch ein Zeugnis, das bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Das Besondere an ihrem Widerstand war die Friedfertigkeit der evangelischen, katholischen und russisch-orthodoxen Christen. Sie trachteten weder nach Eigentum noch nach dem Leben anderer. Dafür schenkten sie ihr eigenes Leben der Freiheit in einer Zeit, in welcher der Mensch gebeugt wurde.

Die christlichen und deutschen Märtyrer wurden vom NS-Unrechtsregime geköpft. Aber beugen konnte diese aufrechten Menschen kein Volksgerichtshof der NSDAP und kein Fallbeil.

Die am 22. Februar 1943 hingerichteten Widerstandskämpfer fanden auf dem Friedhof am Perlacher Forst in München-Obergiesing ihre letzte Ruhestätte. Schlicht gehaltene Kreuze zieren ihr Grab.

„Was aber tut das deutsche Volk? Es sieht nicht und es hört nicht. Blindlings folgt es seinen Verführern ins Verderben.“

– aus dem fünften Flugblatt der Weißen Rose

† in memoriam †

– Sophia Magdalena „Sophie“ Scholl

– Hans Scholl

– Christoph Probst

– und allen anderen die im Widerstand gegen die NSDAP-Diktatur ihr Leben lassen mussten

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