Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke: Vertuschung und Ablenkung in Mainstream-Medien

Noch am Tag nach dem Mord an Dr. Walter Lübcke auf seinem Anwesen in Wolfhagen-Istha taten viele Journalisten und Politiker so, als sei der Kasseler Regierungspräsident „unerwartet“ einfach so „verstorben“. Im Videotext der ARD wird der Tod Lübckes bis heute nicht erwähnt. Am Sonntag mögen einige, die es mit Nachrufen besonders auffallend eilig hatten, vielleicht noch nicht ganz realisiert haben, dass Lübcke einen gezielten Kopfschuss erhielt. Aber spätestens Montag früh, als BILD vom 03.06.19den Kopfschuss publik machte, bestand kein Zweifel mehr, dass hier etwas sehr Ungewöhnliches geschah.
 
Nach bisherigen Erkenntnissen war es kein Selbstmord, denn es wurde keine Tatwaffe gefunden. Der Schuss soll aus allernächster Nähe erfolgt und oberhalb des rechten Ohres in den Kopf eingedrungen sein, wo dann auch das Projektil einer Kurzwaffe gefunden wurde. Dass eine Kurzwaffe nicht für eine „Profi-Tat“ spricht, ist Unsinn. Lübcke war von einem Angehörigen in der Nacht zum Sonntag gegen 0.30 Uhr auf der Terrasse aufgefunden worden. Von wem, sagen die Behörden nicht. In welcher Lage, muss erst noch rekonstruiert werden, denn laut BILD vom 04.06.19soll ein Ermittler gesagt haben, dass der Tatort verändert wurde.
Da man sich mit einem Kopfschuss schlechterdings lange fortbewegen kann, muss der Schuss im Garten, auf der Terrasse, vielleicht auch im Wohnhaus gefallen sein. Der oder die Täter bzw. Täterin muss sich also dort aufgehalten haben. Ob mit Wissen oder sogar auf Einladung von Lübcke oder heimlich wartend, ist noch nicht klar. Vielleicht hatte Lübcke eine Verabredung mit jemandem oder jemand kam spontan vorbei, um mit ihm zu sprechen oder jemand lauerte ihm schlicht auf. Lübcke dürfte seinen Mörder bzw. seine Mörderin noch gesehen haben, ehe der Schuss fiel.
So furchtbar beliebt wie behauptet, war Dr. Walter Lübcke offenbar nicht. Der angeblich so herzensgute „Brückenbauer“ hat wohl auch so manche politische Brücke hinter sich eingerissen. Anders kann man als Politiker einen so hochrangigen Posten wie den des Regierungspräsidenten auch kaum ergattern. Ernannt wurde er dazu im Jahr 2009 von seinem langjährigen Parteifreund und politischen Weggefährten Volker Bouffier, dem aktuellen Ministerpräsidenten Hessens. Bouffier und Lübcke kannten sich lange und gut und Bouffier bezeichnet das im Nachherein als freundschaftlich.
Ablenken mit Trugspuren
Die Journaille macht sich in ihrer typischen Manier auf die Suche nach möglichen Tatmotiven. Dabei wird nicht nur sachlich gesucht, sondern vor allem vertuscht und abgelenkt. Besonders auffällig: Fast alle Medien stürzen sich auf frühere Morddrohungen aus vermeintlich „rechten Kreisen“ gegen Lübcke, der deswegen zeitweise auch mal unter Polizeischutz stand. Die Begeisterung der Medien für dieses Motiv ist klar, denn es geht um ihre geliebten „Flüchtlinge“, die Lübcke in einer politischen Auseinandersetzung mit Gegnern der massiven Überfremdungswelle öffentlich in Schutz nahm. Lübcke rechtfertigte Merkels illegale Grenzöffnung für Asylantenmassen aus humanitären Gründen und riet jedem, dem das nicht gefalle, Deutschland zu verlassen.
Linke Hetzer hoffen auf „rechten Täter“
Es war eine gegenseitige verbale Provokation und es ist schon lange her. Es ging damals, im Herbst 2015, lediglich um eine lokale Bürgerveranstaltung anlässlich einer geplanten örtlichen Asylunterkunft. Fast vier Jahre ist das her und nur weil sich jetzt einige politische Gegner Lübckes über dessen Ableben freuen, gibt es noch lange nicht den geringsten Zusammenhang mit dem Mord. Auch die Ermittler verneinen das bisher ganz klar. Hunde die bellen, beißen bekanntlich nicht. Das hindert die Journaille aber nicht daran, weiterhin Mordgerüchte aus dieser alten Geschichte herzuleiten und auf einen „rechten Täter“ zu spekulieren. Am besten so ein wildgewordener „Reichsbürger“, das würde linksextremen Schreiberlingen wie Jonas Mueller-Töwe von t-online.de gut in den Kram passen. Mueller-Töwe, der jahrelang für den linksextremistischen „Ruhrbarone“-Blog schrieb und sich im staatlich-antifaschistischen „correctiv“-Redaktionsnetzwerk engagiert, versuchte heute auf t-online mit dem „Hass der Rechten“ eine Trugspur im Mordfall Lübcke zu legen.
Nichts wissen, alles verdrehen und immer hetzen: Linksextremist Jonas Mueller-Töwe auf t-online
Manche Medien spekulieren auch durchaus über andere Motive, die zum Beispiel mit Lübckes wirtschaftspolitischen Entscheidungen zusammenhängen könnten. Umstrittene Genehmigungsverfahren seines Regierungspräsidiums für Windkraftanlagen oder Salzabwasser-Pipelines oder seine frühere Tätigkeit als ehrenamtlicher Beirat in der defizitären Flughafen Kassel GmbH. Das sind allerdings auch alles alte Geschichten, die kaum ein konkretes Motiv hergeben.
Kritik an Lübcke wegen Temme verschwiegen
Vielmehr scheint dieses ganze Palaver als Ablenkung zu dienen, um viel interessantere Aspekte außen vor zu halten: Bislang zumindest wird in der medialen Mordberichterstattung kollektiv verschwiegen, dass Dr. Walter Lübcke auch wegen des Verfassungsschützers Andreas Temme in der Kritik stand. Das ist erst zwei Jahre her. Warum diese Kritik jetzt nicht mehr aufgegriffen wird, erklärt sich vielleicht dadurch, dass es dabei um den nach wie vor nicht aufgeklärten Mord am Kasseler Internetcafè-Besitzer Halit Yozgat geht, der im Nachhinein zu einer „NSU“-Tat umgemünzt wurde.
Der damalige Verfassungsschutz-Führungsoffizier Andreas Temme war offenbar just kurz vor dem Mord an Yozgat am Tatort, nämlich in dessen Internetcafè, am chatten. Angeblich rein privat und zufällig, aber vom Zeitablauf her könnte er den Mord – einen Profikiller-Schuss aus nächster Nähe – mitbekommen haben. Temme bestreitet das und wurde nie angeklagt. Ob Temme wusste, was da an jedem Tag im April 2006 wirklich für eine Operation ablief, ist in der Tat unklar. Dass er einen „Rechten“ als V-Mann führte, spielte an dem Tag wahrscheinlich überhaupt keine Rolle und wurde auch von den Medien erst nach 2011 genutzt, um bei der Konstruktion einer rechten „NSU“-Mordserie behilflich zu sein.
Dr. Walter Lübcke beschäftigte den umstrittenen Temme die ganzen Jahre seit dem Ende seiner VS-Karriere im Kasseler Regierungspräsidium. Grün-linke Initiativen forderten Temmes Suspendierung, aber Lübcke hielt an Temme fest, da er weder angeklagt noch verurteilt war, also eine weiße Weste hat. Die HNA berichtete am 20.09.2017darüber, aber dann verschwand das Thema schnell wieder im Dunkel. Derzeit gibt es keine öffentliche Meldung, ob Temme immer noch Stein des Anstoßes für gewisse linke Kreise ist und deshalb vielleicht Lübcke einen „bleiernen Besuch“ erhielt. 
Lübcke beschäftigte VS-Mann Temme. Was wusste er über das geheimdienstliche NSU-Konstrukt?
 
Was wusste Lübcke über das „NSU“-Konstrukt?
Lübcke selbst hatte mit dem „NSU“-Komplex zumindest öffentlich nachvollziehbar nichts zu tun. Er war auch nicht als Zeuge beim hessischen Untersuchungsausschuss geladen, im Gegensatz zu seinem langjährigen Freund Volker Bouffier, der auch schon 2006 vor dem damaligen Landtagsinnenausschuss aussagen musste und Temme offenbar persönlich von internen Arbeitstreffen der CDU im Verfassungsschutz her kannte (Quelle: FR, 26.03.17). Schon 2006, lange bevor ein „NSU“-Komplex konstruiert wurde und wo man noch zu Recht die Organisierte Kriminalität hinter dem Yozgat-Mord vermutete, machte Bouffier die wohlwissende Aussage, der Temme »kann es nicht gewesen sein. Daraus kann man auch ableiten, dass der Mann unschuldig ist« (Quelle: ND, 15.08.18).
Lübckes Freund und damaliger Innenminister Bouffier, der Lübcke später auch zum Regierungspräsidenten ernannte, wusste also offenbar mehr über die Tathintergründe, denn er klammerte Temme als Tatbeteiligten definitiv aus. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass sich Bouffier spätestens ab 2012, wo der Yozgat-Mord in Kassel in Form eines „NSU“-Konstrukts wieder auf ihn zukam, auch mit seinem guten Freund Dr. Walter Lübcke darüber gesprochen hat. Immerhin wirbelte die Sache jetzt viel mehr politischen Staub bis in höchste Regierungskreise auf, als damals. Was wusste Bouffier und was wusste Lübcke? Wusste Lübcke zu viel und wollte sein Wissen jetzt endlich preisgeben?
Nach dem Bild, das uns über Dr. Lübcke vermittelt wird, würde es zu ihm passen, dass er mögliches Wissen über ein noch immer nicht aufgeklärtes Verbrechen an einem „ausländischen Mitbürger“ in Kassel nicht ewig für sich behalten will, denn er war dafür bekannt, dass er nie ein Blatt vor den Mund genommen habe. Im Gegensatz zu vielen anderen alten Geschichten wäre das geheimdienstliche NSU-Konstrukt auch heute noch mehr als brisant und ganz sicher einen Mord wert, um die wirklichen Mörder von Yozgat und den anderen ausländischen Kleinunternehmern dieser „Mordserie“ weiter zu decken.
Keine Fragen zur mafiösen Hinrichtungsart
Aber die Mainstream-Medien lassen bislang nicht nur das Thema Temme-Bouffier-NSU als mögliche Spur unter den Tisch fallen. Sie wagen es bislang auch nicht, die Todesart mit einer bestimmten Art von Tätern in Verbindung zu bringen. Der Kopfschuss ist eine Hinrichtungsart. Eine Hinrichtungsart, die vor allem in der organisierten Kriminalität, sprich bei mafiösen Strukturen zur Anwendung kommt. Der Schuss aus allernächster Nähe in den Kopf, wobei das Opfer den Mörder vorher noch gesehen hat, ist typisch für Morde aus dem kriminellen Milieu. Aber kein etablierter Journalist stellt bislang die Frage, was Dr. Walter Lübcke möglicherweise mit kriminellen Strukturen zu tun hatte oder mit welchen Maßnahmen er solchen Strukturen vielleicht ja im Wege gestanden haben könnte?
Um abzulenken, wird in manchen Medien eine unbekannte Person eingestreut, die Lübcke am Sonnabend eventuell auf der Kirmes ganz in der Nähe seines Wohnhauses getroffen haben soll. Nach aktuellem Stand war Lübcke wohl am Donnerstag und Freitag auf der nicht einmal Hundert Meter vom Haus entfernt stattfindenden Kirmes, nicht jedoch am Sonnabend. Nach HNA-Informationen vom 04.06.2019 soll Lübcke am Sonnabend bis 22.30 Uhr noch Besuch zu Hause gehabt haben, aber bestätigt ist das bisher nicht.
Lübckes Kontakt zu Frankfurter Juden
Welche Rolle spielt eigentlich Lübckes Beziehung zur jüdischen Gemeinde in Frankfurt? Öffentlich nachvollziehbar war Lübcke im Oktober 2010 anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes als Ehrengast bei deren Ableger in Kassel zu Gast. Ein Bild zeigt Lübcke als Redner hinter einer Kanzel unter einem großen Judenstern. Ob Lübcke abgesehen von diesem bewussten Medienauftritt häufiger dort war und ob von dort aus Verbindungen in kriminelle Kreise führen, zu denen auch Lübcke Kontakt hatte, müsste geprüft werden. In den Medien wird dieser Aspekt jedoch völlig ausgeblendet. 
“Antrittsbesuch” des Regierungspräsidenten Lübcke bei der jüdischen Gemeinde Kassel
 
Aus der Luft gegriffen ist das jedoch nicht, denn immerhin war der Frankfurter Bordellkönig Hersch Beker, der bis 1989 ein gewaltiges kriminelles Imperium aus Prostitution und Glücksspiel in der hessischen Mainmetropole führte, bekennender Jude und israelischer Staatsbürger. Hersch und sein Bruder Chaim waren damals auch sehr eng mit der CDU-Regierung in “geschäftlichem” Kontakt. Was, wenn es derlei Verbindungen auch die letzten Jahre über CDU-Kreise aus Hessen gegeben hätte?
Noch ein paar Fundstücke zu Kopfschüssen als bekannte Mafia-Methode:
“Das Kopfschuss-Massaker der Mafia”
“Mafia-Kenner durch Kopfschuss getötet”
“Mafia liquidiert 120 Afrikaner per Kopfschuss”

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