Antisemitischer Angriff gegen US-Amerikaner in Berlin

Die antisemitischen und antijüdischen Straftaten, die über viele Jahre in Deutschland stark rückläufig waren, erfahren seit einigen Jahren wieder traurige Steigerungsraten. In wenigen, seltenen Fällen, werden die Täter ermittelt. So lange keine eindeutige Täterzuordnung erfolgt, werden sämtliche dieser Straftaten statistisch als Straftaten mit rechtsextremistischen Hintergrund erfasst.
In der Nacht zum gestrigen Mittwoch wurde ein 23-jähriger Amerikaner jüdischen Glaubens im Berliner Bezirk Steglitz aus einer zehnköpfigen Gruppe zunächst belästigt und beleidigt. Eine der »Personen«, so der Bericht in derBZ, habe ihn nach seinem Glauben gefragt. Als der 23-Jährige mitteilte, dass er Jude ist, sei er daraufhin von dieser Person ins Gesicht geschlagen worden.
Die BZ hütet sich davor, eine genauere Beschreibung der Personen zu veröffentlichen. Man verweist lediglich darauf, dass der Staatsschutz, ähnlich wie in einem erst wenige Tagen alten weiteren antisemitischen Vorfall, ermittelt.
In der Zwischenzeit hat es sich aber in Berlin und in ganz Deutschland herausgestellt, dass insbesondere aus Migranten bestehende Jugendgruppen besonders oft mit antisemitischen Äußerungen und Aktionen auffällig werden. Doch da die Ermittlungen des Staatsschutzes gerade bei diesen Straftaten in der Regel im Sand verlaufen und die Täter nicht dingfest gemacht werden können, verbleiben diese Übergriffe in der Statistik dort, wo sie einmal eingeordnet werden: als Straftaten mit rechtsextremistischen Hintergrund.

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