Bekommt Greta Thunberg dieses Jahr den Friedensnobelpreis?

Bei politischen Entscheidungen haben die englischen Buchmacher in der Vergangenheit stets ein gutes Näschen bewiesen. Vor der Wahl zum EU-Parlament sagten sie einen deutliche Wahlsieg der Brexit-Partei von Nigel Farage mit einem Stimmenanteil von etwas über 30 Prozent und ein Absacken der regierenden Tories auf etwa 9 Prozent voraus. Die Brexit-Partei erzielte 30,74 Prozent, die Tories 8,84 Prozent.
Bereits jetzt kann man in Großbritannien auf den Friedensnobelpreisträger 2019 wetten. Die größten Siegchancen räumen die Buchmacher Greta Thunberg aus Schweden ein. Je nach Wettanbieter wird die Wahrscheinlichkeit, dass »Klima-Greta« den Preis erhält bei 30 Prozent (Ladbrokes), 44 Prozent (Unibet) oder sogar 50 Prozent (Betway).
Der Friedensnobelpreis ist eine Auszeichnung für besondere Verdienste in der Friedensarbeit. Er wurde vom schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestiftet. Diese Auszeichnung wird seit 1901 jedes Jahr am Todestag Alfred Nobels, dem 10. Dezember, verliehen. Er ist der einzige Nobelpreis, der nicht in Stockholm, sondern in Oslo verliehen wird.
Nach Maßgabe des Preisstifters Alfred Nobel soll derjenige den Friedensnobelpreis erhalten, »der am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt hat.«
Hier tut sich allerdings die erste Hürde für Thunberg auf, denn sie selbst hat weder dazu beigetragen, dass irgendwo auf der Welt die Zahl der Soldaten zurückgegangen ist noch wurde ihretwegen ein Friedenskongress einberufen. Zudem ist die Nominierungsfrist für 2019 bereits am 01. Februar verstrichen. Eine Nachnominierung für das laufende Jahr ist nicht möglich.

• Weiterlesen •