Fast 6.500 Kilometer Bahnstrecke seit 1990 stillgelegt

In manchen Landstrichen war die Bahn das einzige öffentliche Verkehrsmittel, um in die nächste größere Stadt gelangen zu können. Vor allem in den relativ dünn besiedelten Gebieten waren und sind die Menschen auf die Bahn angewiesen. Doch dieser Verantwortung komtm die Deutsche Bahn seit 1990 immer weniger nach. Fast 6.500 Kilometer ihres Streckennetzes hat sie seitdem stillgelegt. Das ist ein Fünftel des gesamten DB-Netzes.
Während die DB ihr Hochgeschwindigkeitsnetz für den ICE voran zu treiben versucht, lässt sie vor allem den regionalen Verkehr ausbluten. Der sei zu kostspielig, die anfallenden Kosten würden durch die zurückgehenden Fahrgastzahlen nicht mehr gedeckt werden – so lautet in der Regel die Begründung der DB. Das mag zum Teil sogar so stimmen, ist aber nicht die ganze Wahrheit. Viele der Nebenstrecken sind in hohem Maße reparaturfällig. Schienen, Schwellen, Signalanlagen und was noch alles zu einer Bahnstrecke gehört, sind überaltert und marode. Doch diese Investitionen scheut man bei der DB.
Und noch ein Faktor darf nicht vergessen werden: von den insgesamt rund 38.000 Kilometer des Streckennetzes der DB sind lediglich etwa 20.700 Kilometer elektrifiziert. Auf fast 18.000 Kilometern fahren also mit Diesel betriebene Lokomotiven, nämlich vor allem auf den Nebenstrecken. Gegen den Diesel haben die Grünen hierzulande zur großen Hetzjagd aufgerufen. Die DB nutzt diese Anti-Diesel-Hysterie und schiebt die politischen Entscheidungen gegen den Diesel vor, um weitere nicht-elektrifizierte Nebenstrecken stilllegen zu können.

• Weiterlesen •