Anhaltende Proteste im Sudan, über 100 Oppositionelle getötet

Von MAX ZIMMER | Bei Protesten mehrerer Oppositionsgruppen im Sudan kam es zu heftigen Ausschreitungen.
Bei der gewaltsamen Auflösung einer Sitzblockade in der Hauptstadt Khartum durch Sicherheitskräfte sind etwa 100 Menschen ums Leben gekommen, über 500 wurden verletzt.
Die Gewerkschaften hatten seit Sonntag zum Generalstreik aufgerufen, um die Opposition bei ihren Protesten gegen die Militärregierung zu unterstützen.
Der Uno Sicherheitsrat verurteilte die Gewalt gegen Zivilisten.

Im April kam es im Sudan zu einem Militärputsch, der nach monatelangen Protesten gegen den Langzeit Diktatoren Umar al-Baschir zu dessen Stützung führte.
Al-Baschir regierte 30 Jahre lang mit eiserner Hand, und galt als brutaler Regent, der von Russland und China unterstützt wurde.
Nach dem Putsch und der Verhaftung von Al-Baschir übernahm das Militär die Macht.
Die Opposition fordert die Übergabe der Regierungsgewalt an eine zivile Regierung, sowie demokratische Reformen.
Die USA und die Europäische Union unterstützen die Opposition, die Militärregierung wurde von Saudi-Arabien und Russland anerkannt.

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