Chemnitz: linksextreme Uni vs. Demokratie

Von Marvin Wank Ich bin Mitglied der FDP-nahen Liberalen Hochschulgruppe Chemnitz. So weit, so unspektakulär. So eine LHG gibt es praktisch an jeder größeren Uni Deutschlands. Umso absurder ist es, wie wahnwitzig schwierig es war, die Liberale Hochschulgruppe in Chemnitz überhaupt als studentische Initiative anerkennen zu lassen. Denn unser Student_innenrat besteht zum größten Teil aus Studenten diverser Geisteswissenschaften im 10. Semester aufwärts ohne jede berufliche Zukunft oder überhaupt Ambition. Nur mit der Stimme der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften wurden wir letztlich doch anerkannt.

Nun konnte die LHG Chemnitz den FDP-Parteivorsitzenden Christian Lindner für einen Gastvortrag an unserer Uni gewinnen, zum Thema „Westliche Werte unter Druck? Die neue Systemfrage – Liberalismus vs. Autoritarismus“. Ähnliche Veranstaltungen hatte es bereits in den Universitäten Leipzig, Jena und Potsdam gegeben. Mit dem 18. Juni haben wir bewusst einen Termin gewählt, der nach der Europwahl und weit vor der sächsischen Landestagswahl liegt.

Doch das Rektorat scheint sich politisch klar hinter die Antifa-Terroristen des Studentenrats zu stellen. Zunächst hat das Baudezernat ganze vier Wochen gebraucht, um uns einen freien Raum in geeigneter Größe zu nennen. Der durchschnittliche Student braucht dafür etwa drei Minuten, denn die Raumbelegungspläne sind für das gesamte Semester einsehbar. Schließlich bekamen wir die Zusage für unsere Aula. Diese liegt zwar etwas außerhalb des Campus und laut Belegungsplan wäre auch der Audimax frei gewesen, aber immerhin. Als Herr Lindner dann fragte, ob man den Termin nicht auf den 20. Juni verlegen könnte, wurde die erneute Anfrage mit Verweis auf das Neutralitätsgebot abglehnt. Logisch, wenn man die selbe Veranstaltung um zwei Tage verlegt, ist das schließlich direkt etwas völlig anderes.

Es ist recht offensichtlich: Das Rektorat der TU Chemnitz will mit seiner feigen Aufschiebetaktik die Veranstaltung verhindern. An einer Uni, an der der linksextreme „Sozial-Demokratische-Studierendenverband“ offen werben darf, muss man sich darüber eigentlich auch nicht mehr wundern. Sahra Wagenknecht durfte an unserer Uni übrigens auftreten.

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