»Caritas gewinnt Klage gegen Handy-Lüge«

Ein Artikel von FRAGOLIN

von LePenseur

… titelt der KURIER voll Befriedigung. Nun, wenn eine Organisation mit perfekter medialer und politischer Vernetzung, ein wirtschaftliches Schwergewicht mit Millionenumsätzen einen Prozeß gegen einen Facebook-Poster gewinnt, dann ist das etwa so, wie wenn der Schwergewichtsweltmeister ein Kindergartenkind, weil es über ihn Lügen verbreitet habe, K.O. schlägt. Mancher mag darin den Sieg der gerechten Sache erblicken — aber ein gewisser schaler Geschmack bleibt auf der Zunge …
Statt eine Gegendarstellung zu veröffentlichen, wird der Mann, der die Handy-Lüge in das Online-Forum einer Tageszeitung verbreitet hatte, aber nun einen Tag in einer Flüchtlingseinrichtung der Caritas als freiwilliger Helfer verbringen. “Wir glauben, dass Vorurteile am besten durch Begegnung abgebaut werden können”, sagt Schwertner. Er sieht auch die Politik gefordert, stärker gegen Hass im Netz aufzutreten. Die Caritas schließt weitere Klagen nicht aus.
Ach, wie edel! Nur Gutmenschen sind in der Lage, einen Gegner über die Prozeßkosten fast zu ruinieren, und ihn dann großzügig durch eine Arbeit in einer »Flüchtlings«einrichtung der Caritas als »freiwilliger« Helfer zu demütigen. Und jeglichen Versuch, die Caritas in Zukunft zu kritieren, gleich durch vage Klagsdrohungen im Keim zu ersticken. Ja, das hat schon Klasse! Extraklasse, genau genommen. Shakespeare geht mir — weiß ich warum? — durch den Kopf: »That one may smile, and smile and be a Villaine
Nun, LePenseur hat sich aus dem Verband der Financiers der Organisation zum Teil schon ausklinken können, Gott sei Dank. Die mehr als stattlichen Fördermittel, die diese Organisation von staatlicher Seite bekommt (und die u.a. durch LePenseurs Steuerzahlungen ermöglicht werden), kann er leider nicht so leicht verhindern, aber bemüht sich, daß die Organisation wenigstens der Kontrolle durch den Rechnungshof unterstellt wird. Nun, sehen wir, wie weit sich die Politik an die Trockenlegung von kirchennahen Sümpfen wagt. Man darf skeptisch sein.
Der Facebook-Poster ist natürlich, mit Verlaub, auch ein Dolm! Hätte er statt »Die Caritas verschenkt nigelnagelneue Handys an Flüchtlinge« einfach »Die Caritas soll nigelnagelneue Handys an Flüchtlinge verschenken« gepostet, hätte sich diese Organisation ihre Klage vermutlich rektal applizieren können. Warum wohl weiß ich nicht, warum mir ein Shakespeare-Zitat durch den Kopf geht. Wüßte ich es, könnte es justiziabel sein. So geht das, Leute: man muß im Kampf gegen die Kriminalisierung dissidenter Meinungen erfinderisch sein. Und je höher unsere Meinungsmacher deshalb vor Zorn hüpfen, desto besser gefällt mir das! 
Die Caritas schließt weitere Klagen nicht aus, wird berichtet. Ich hingegen schließe weitere Artikel nicht aus, über die sich die Caritas ärgern könnte, und die einigen Lesern die Augen öffnen über den Charakter dieser Organisation, die sich kühn nach dem lateinischen Begriff für Nächstenliebe benennt, sich aber eher auf Steuerkosten in Fernstenliebe übt.
Ein Kommentarposter namens Georg Laim stellt zum Kurier-Artikel die nicht unberechtigte Frage: 
Wer verklagt eigentlich diejenigen, die die Lüge verbreitet haben, durch die Flüchtlings-ströme würde kein einziger Terrorist nach Europa gelangen, weil der IS ja ganz andere Möglichkeiten hätte, solche einzuschleusen …???
Im Gegensatz zur »Caritas« ist Herr Laim allerdings nicht in der Lage, die betreffenden Politiker und Medienmietlinge niederzuklagen, obwohl er den Wahrheitsbeweis für die Berechtigung seiner Frage ohne Schwierigkeit erbringen könnte …

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