Flüssiggas-Spezialschiff in Mukran eingetroffen

Deutschlands Zukunft der Energieversorgung soll laut der Berliner Ampel unter anderem auch im Flüssiggas liegen. Gefördertes Gas wird unter einem extrem hohen Energieaufwand herunter gekühlt, bis es seinen Aggregatzustand von gasförmig in flüssig verwandelt. Dann wird es, ebenfalls unter enormen Energieaufwand, verdichtet und mit Spezialschiffen quer über den Erdball befördert. Ein solches Spezialschiff ist die unter norwegischer Flagge fahrende »Neptune«, ein knapp 300 Meter langer Tanker,  der am 10. September in Sembawang in Indonesien gestartet ist, durch den Suez-Kanal und über Pembroke in Großbritannien jetzt Mukran auf Rügen erreicht hat. Die »Neptune« hat dabei eine Strecke von über 6.500 nautischen Meilen zurückgelegt, also mehr als 12.000 Kilometer. Alles nur, um das geladene Flüssiggas an dem Terminal in Lubin abladen zu können.
Allerdings gibt es noch ein paar ganz unerhebliche Probleme. Erstens ist der Tiefgang der voll beladenen »Neptune« mit über neun Metern für den Hafen von Lubmin respektive die Meerestiefe um das Terminal (max. 5,20 Meter) viel zu groß; hier lautet die Lösung, dass Treibstoffreserven der »Neptune« abgelassen werden sollen, um das Schiff so leichter zu machen. Und zweitens liegt für das Flüssiggas-Terminal in  Lubmin noch gar keine Betriebserlaubnis vor.
Bis zumm 28. November läuft die Öffentlichkeitsbeteiligung in dem Verfahren bezüglich der Betriebserlaubnis. Bis dahin also können noch jede Menge Einwände gegen die Genehmigung eingebracht werden. Die Deutsche Regals als Betreibergesellschaft will aber das Terminal zum 1. Dezember auf jeden Fall in Betrieb nehmen, unabhängig davon, ob das Genehmigungsverfahren abgeschlossen ist oder nicht – und die »Neptune« soll ihre Ladung bereits jetzt löschen.
Die Deutsche Regas wird vom französischen Energiekonzern »Total« unterstützt; einem Unternehmen, das primär Erdöl und Erdgas fördert und von zahlreichen Skandalen um Umweltvernichtung und Umweltzerstörung erschüttert wird.

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