Kommentar zu Das 9-Euro-Ticket bleibt ein Sommermärchen von Endlich Frei

Dem Experiment „9-Euro-Ticket“ konnte auch ich mich nicht entziehen. Nach einer Fahrt war mein Bedarf allerdings bereits gedeckt: Ich (…und viele andere) hatten allerdins den Zug fluchtartig auf halber Strecke verlassen, nachdem man gleich mehrere Dinge erleben musste, die den Trip zum Schrecken machten (massive Verspätungen, Leute wurden am Bahnsteig zurückgelassen, Aggressionen, Kampf um Sitzplätze, „ethnische Frontenbildungen“ und unendliche Wartezeiten bei jedem Zwischenhalt, einfach nur schlimm). Während dieser Stunden sehnte ich mich auf die Straße und nach meinem Auto zurück.
Ich kam mir in den überfüllten Waggons vor wie in Bombay, wo ich ähnliche Zustände erlebt habe. Es fehlte, dass einige auf das Dach der Züge kletterten. Vermutlich gleiten wir mit Grünbunt auch genau in diese Richtung (Diskrepanz zwischen Realität und Bullerbü).
Viele ältere Mitbürger vertragen diesen K(r)ampf nicht und viele der 9-Euro-Klientel, die da mitzumischen bereit sind werden – meinem Eindruck nach – bei der völlig überforderten Infrastruktur und Unpünktlichkeit der Bahn wohl nicht mehr lange ihren Job behalten – falls denn vorhanden.

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