Kommentar zu „Lexikon politischer Symbole“: Schwarz-Rot-Gold von Diogenes

Als Antwort auf Fritz aus Fritzlar.

Die Idee einer Deutschen Republik (also eines geeinten Frei-Staates a l l e r Deutschen) wurzelt in der Geisteswelt zu Zeiten der Befreiungskriege und den damit verbundenen Ereignissen.

Die Burschenschaftliche Bewegung stand immer unter den Farben Schwarz-Rot-Gold und diese Farben waren auch immer die Farben a l l e r freiheitlich Gesinnten.

In der Euphorie über die glorreiche Gründung des 2. Reichs (als Erbe des in 1806 untergegangenen Alten Reichs) sah man darüber hinweg, daß das neue Reich nicht ein Reich aller Deutschen war, sondern ein kleindeutsches Stände-Reich, und keine Republik (jedoch konstitutionell und mit gewichtigen republikanischen Elementen).

Die Burschenschaftlich Bewegung war in dieser Frage gespalten. Die Pragmatiker erklärten die burschenschaftlichen Hoffnungen als erfüllt und vernachlässigten Schwarz-Rot- Gold zugunsten des neuen Symbols: Schwarz-Weiß-Rot, inspiriert von dem entscheidenden Geburtshelfer des neuen Reichs, dem Königreich Preußen.
Die Fundamentalisten hielten an der alldeutsch/republikanischen Idee fest, und an Schwarz-Rot-Gold.

Vor diesem Hintergrund wurde es möglich, daß deutschfeindliche Elemente S-R-G usurpierten (Desertionsaufrufe).

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