Beschuss von Flüchtenden in Saporoschje durch Ukraine erneut auf Russland „geschoben“

Ukrainische bewaffnete Einheiten haben eine Fahrzeugkolonne mit Zivilisten am Übergang zum ehemals ukrainischen Teil des Gebiets Saporoschje mit Artillerie beschossen.

Die zivil-militärische Verwaltung des Gebiets meldet viele Tote und Verletzte.

Erneut Zivilisten unter ukrainischem Beschuss

Auf dem Bild: Ein Kind unter den Opfern des ukrainischen Artillerieterrors gegen Alte, Frauen und Kinder

Nach Angaben der militärisch-zivilen Verwaltung der Stadt Energodar haben ukrainische Truppen am Rande der Stadt Saporoschje einen zivilen Fahrzeugkonvoi unter Artilleriefeuer genommen.

Auf dem Telegram-Kanal der Verwaltung heißt es, „am 30. September 2022, gegen 7:00 Uhr morgens gerieten die Außenbezirke der Stadt Saporoschje unter Artilleriebeschuss durch die ukrainischen Streitkräfte. Am Ort der Explosionen befand sich ein Konvoi ziviler Fahrzeuge. Die Menschen verließen Saporoschje in Richtung des, von Russland kontrollierten Territoriums, in Richtung Energodar. Einheimische zählten bis zu 15 Explosionen von Artilleriegeschossen. Es wird eine große Anzahl von Toten und Verletzten gemeldet.“

Der russische Militäranalyst Boris Roschin meldet mit Verweis auf bisher unbestätigte Daten 23 Tote und 28 Verletzte.

Der Vorsitzende der Bewegung „Wir sind mit Russland“ und Mitglied des Hauptrates der Verwaltung des Gebiets Saporoschje Wladimir Rogow gab bekannt, die ukrainischen Streitkräfte hätten einen Konvoi ziviler Fahrzeuge angegriffen, der wartend auf der Straße zu dem, von den ukrainischen Truppen „gesäuberten“ Teil des Gebietes, stand.

Abermals Richtung Russischer Gebiete Flüchtende gezielt unter Beschuss

Die russische Nachrichtenagentur TASS zitiert Rogow wie folgt:

„Am Kontrollpunkt wurden etwa zehn Fahrzeuge beschossen, die Zahl der Verletzten und Toten wird noch geklärt.“

Das Nachrichtenportal Gazeta.ru zitiert ebenfalls die Aussagen Rogows.  „Angesichts der Bevölkerungsmassen, die in den befreiten Teil des Gebiets Saporoschje fahren, griffen sie eine Kolonne von Dutzenden ziviler Fahrzeuge an. „Nach unseren Informationen gibt es Tote und viele Verletzte.“

Er erinnerte daran, dass die Anwohner vor zwei Tagen die Orechow-Chaussee blockiert und eine Kundgebung abgehalten hatten, bei der sie die Erlaubnis zur Ausreise forderten. Zuvor hatten die ukrainischen Behörden ein System von Genehmigungen, elektronischen Warteschlangen und Kontrollen durch spezielle Dienste an den Kontrollpunkten eingeführt.

Einschüchterungstaktig gegen „Russland-Flucht“

Rogow erklärte dazu weiter,  „die Nazis rächen sich an den Menschen, die vor einigen Tagen eine Massenkundgebung abgehalten und die Ermöglichung der Ausreise in die befreiten Gebiete gefordert hatten.“

Er betonte, dass das Kiewer Regime bereits versuche, dieses Kriegsverbrechen als Beschuss von Zivilisten durch russische Truppen auszugeben. Der Zweck sei, die Bevölkerung in dem von Kiew kontrollierten Teil des Gebiets, aber auch im Rest des Landes einzuschüchtern, um eine Abwanderung von Menschen in die vom russischen Militär gesicherten Teile des Gebiets zu verhindern.

West-Medien sehen selbstredend Russland als „Täter“

Die US-Nachrichtenagentur Bloomberg war schnell mit der „richtigen“ Analyse zur Hand. Man bemühte sich tunlichst Kiews Narrativ zum „Tathergang“ der ukrainischen Streitkräfte wiederzugeben,  „die Ukraine behauptet, Dutzende seien bei einem russischen Raketenangriff getötet oder verletzt worden, so Bloomberg.

Am 23. und 27. September fanden in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk und den befreiten Teilen der Gebiete Saporoschje und Cherson Volksabstimmungen über den Beitritt zu Russland statt. Den Ergebnissen zufolge sprach sich eine überwiegende Mehrheit für einen Beitritt zur Russischen Föderation aus:

Die Eingliederung der Volksrepublik Donezk (DVR) in die Russische Föderation als einer konstituierenden Einheit wurde bei dem Referendum von 99,23 Prozent der Abstimmungsberechtigten unterstützt, der Russland-Beitritt der Lugansker Volksrepublik (LVR) zu Russland von 98,42 Prozent mitgetragen, die Integration des Gebiets Cherson in Russland wurde von 87,05 Prozent der Einwohner unterstützt. Für die Integration der befreiten Territorien des Gebiets Saporischschja in die Russische Föderation stimmten 93,11 Prozent.

Die zivil-militärische Verwaltung dieses Teils von Saporoschje hatte die Abspaltung der Region von der Ukraine angekündigt.

Die Zeremonie zur Unterzeichnung der Abkommen über den Beitritt der Gebiete zu Russland fand am 30. September statt.


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