Kommentar zu Asyl-Zuwanderung: Länder und Kommunen sind am Rand ihrer Kapazitäten von Lotus

Vor drei Tagen beim Friseur gewesen. Dort lag die Lokalzeitung der Kreisstadt aus. Meldung auf der Titelseite: In Ortsteil XY wird eine Turnhalle zur Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert. Geht nicht mehr anders.

Es ist wieder so weit. Hieß es nicht jahrelang „2015 darf und wird sich nicht wiederholen!“? Der einzige Unterschied: Heute wird kaum darüber berichtet. Jetzt kommt FDP-Justizminister Marco Buschmann und twittert, beschwingt vom Gefühl moralischer Erhabenheit: „Wer Putins Weg hasst und die liberale Demokratie liebt, ist uns in Deutschland herzlich willkommen.“ Die vergrünten Moralweltmeister laden ein, Kommunen, Steuer- und Sozialbeitragszahler bekommen die Probleme vor die Tür gekippt.

Und noch was: Vor einigen Tagen war im TV ein Bericht über Ukrainer und ihr neues Leben in München zu sehen. Bilder aus dem Integrationskurs, wo sie Deutsch lernen. Großes Problem für die Neubürger, dass sie vielfach in Sammelunterkünften leben müssen. Gute Nachricht aber, dass etliche bereits eine eigene Wohnung haben (wer wohl die hohen Mieten/Nebenkosten bezahlt?). Kurz darauf ein anderer Bericht über Wohnungsnot in Deutschland. Ein Mann mittleren Alters, der seit ca. 15 Monaten in einer Obdachlosenunterkunft in München lebt, weil er trotz Vollzeitjob (!) keine bezahlbare Wohnung in der Stadt findet. Bald muss er aus der Unterkunft raus, weil man dort nur befristet wohnen darf. Ich denke, München kann es kaum erwarten, Russen, die die liberale Demokratie (Herr Buschmann, das trifft auf Deutschland längst nicht mehr zu) lieben, begrüßen und unterbringen zu dürfen.

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