Ich, einfach unverbesserlich

Jens Spahn hat ein Buch über seine Zeit als Gesundheitsminister geschrieben, und da lernt der Bürger, dass es seine Minister auch nicht leicht haben. „1000 brutale Mails pro Tag, schwulenfeindliche Beleidigungen, ein Leben unter ständiger Begleitung von Bodyguards, die Sorgen seiner Mutter und seines Ehemanns“ fasst die Welt die Leiden des jungen Jens anschaulich zusammen. Viele Qualitätsmedien stellen ihre Zusammenfassungen hinter die paywall, so dass wir hier kein vollumfängliches Bild der Schicksalsjahre einer Dramaqueen liefern können, aber so viel lässt sich aus unterschiedlichen Quellen herauspicken: Die Drangsalierungsmaßnahmen von Maskenpflicht bis zum Abwürgen der halben Wirtschaft wurden alle „mit dem Wissen von damals“ getroffen. Und wer wird da widersprechen? Mit dem Wissen von damals (der Ziehung der Lottozahlen) hätten wir unseren Tippschein auch anders ausgefüllt. An dem Wissen von damals (Inzidenzwerte) war bekanntlich unser Professor Drosten maßgeblich beteiligt, und Bild raunt, der kriege in Jensemanns Buch sein Fett weg. Genau wie Söder, dieser Pirouetten-Horst, der vom Team Vorsicht längst zum Team Prosit gewechselt ist. Wie? Nein, das Buch heißt nicht „Ich, Jens, einfach unverbesserlich“, sondern kurz und knapp: „Wir werden einander viel verzeihen müssen“.   Nun ist es ja nicht so, dass mit Jensens Abgang der Verstand in unser Gesundheitswesen eingezogen wäre, im Gegenteil, eher scheinen im Tollhaus die Patienten vollständig die Leitung übernommen zu haben. Aber wenigstens melden sich Bedenkenträger und werden sogar von der Qualitätspresse zitiert. So schimpft Professor Kékulé über die Stiko, die den neuen Biontech-Impfstoff gegen Omikron BA.5 empfiehlt. Dabei hätte das Vakzin überhaupt nicht zugelassen werden dürfen. Denn es sei völlig […]

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