SPD stürzt ab / Jubel bei den Grünen / AfD legt zu

Europa hat gewählt: Wer ist Gewinner, wer Verlierer? Wie hat die europäische Rechte abgeschnitten und wer hat aus Deutschland den Sprung ins EU-Parlament geschafft? Verfolgen Sie den Wahlabend im JF-Liveticker.

19.02 Uhr: Sitzverteilung laut aktueller Hochrechung:

CDU: 21
CSU: 7
SPD: 15
Grüne: 21
Linkspartei: 6
AfD: 10
FDP: 6
Frei Wähler: 2
Die Partei: 2
Tierschutz: 1
Familie: 1
ÖDP: 1

Hochrechnung ARD 18.57 Uhr (in Klammern das Ergebnis von 2014):

Union: 28,3 Prozent (35,3 Prozent)
SPD: 15,2 Prozent (27,3 Prozent)
Grüne: 21,1 Prozent (10,7 Prozent)
Linkspartei: 5,6 Prozent (7,4 Prozent)
AfD: 10,6 Prozent (7,1 Prozent)
FDP: 5,6 Prozent (3,4 Prozent)
Frei Wähler: 2,2 Prozent (1,5 Prozent)
Die Partei: 2,5 Prozent (0,6 Prozent)
Tierschutz 1,6 Prozent (1,2 Prozent)
Familie 1,0 Prozent (0,7 Prozent)
ÖDP: 1,0 Prozent (0,6 Prozent)

18.55 Uhr: AfD-Chef Alexander Gauland: Zweistelliges Ergebnis sei „sehr gut“. Die AfD habe mit einem schwierigen Wahlkampf zu kämpfen gehabt, unter anderem wegen des Strache-Videos und der Brexit-Diskussion. Zudem sei der Wahlkampf behindert worden. Man habe kaum Veranstaltungsorte buchen oder Kundgebungen abhalten können. Vor diesem Hntergrund sei er mit einem zweistelligen Ergebnis sehr zufrieden.

18.50 Uhr: SPD-Chefin Andrea Nahles: Ergebnisse für die SPD „extrem enttäuschend“. Der Partei sei es nicht gelungen, aus den Umfragetief herauszukommen. Nahles gratulierte den Grünen, die zum ersten mal bei einer deutschlandweiten Wahl vor der SPD gelandet seien. Die SPD-Chefin kündigte deshalb an, in Zukunft voll auf das Thema Klimaschutz zu setzen.

Hochrechnung ARD 18.43 Uhr (in Klammern das Ergebnis von 2014):

Union: 27,9 Prozent (35,3 Prozent)
SPD: 15,4 Prozent (27,3 Prozent)
Grüne: 21,7 Prozent (10,7 Prozent)
Linkspartei: 5,5 Prozent (7,4 Prozent)
AfD: 10,4 Prozent (7,1 Prozent)
FDP: 5,6 Prozent (3,4 Prozent)
Frei Wähler: 2,2 Prozent (1,5 Prozent)
Die Partei: 2,5 Prozent (0,6 Prozent)
Tierschutz 1,6 Prozent (1,2 Prozent)

18.33 Uhr: CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer: Union ist angetreten mit einem klaren Ziel: Stärkste Partei zu werden, um Manfred Weber (CSU) Rückenwind für das Amt des Präsidenten der Europäischen Kommission zu geben. Dieses Wahlziel haben wir erreicht.

18.28 Uhr: Paul Ziemiak: Das ist ein Ergebnis, das uns in keinster Weise zufrieden stellt. Aber: Wir sind mit Abstand die stärkste politische Kraft in Deutschland.

18.26 Uhr: Linken-Chefin Katja Kipping zur EU-Wahl aber auch zu den Ergebnissen in Bremen: Die Groko ist jetzt nur noch mikro.

18.25 Uhr: Grünen-Chef Robert Habeck: Das zögernde Verhalten der Großen Koalition beim Klimaschutz habe zu den schwachen Ergebnissen von Union und SPD geführt. Es gebe eineen klaren Wunsch nach einer anderen Politik.

18.22 Uhr: Grünen-Spitzenkandidatin Ska Keller in der ARD: Wir werden für unser Thema, den Klimaschutz, im EU-Paralment streiten. Zudem wolle man die direkte Demokratie ausbauen. Über mögliche Koalitionen mit der EVP oder den Sozialdemokraten scheigt sich Keller aus.

Hochrechnung ARD 18.16 Uhr (in Klammern das Ergebnis von 2014):

Union: 27,9 Prozent (35,3 Prozent)
SPD: 15,6 Prozent (27,3 Prozent)
Grüne: 21,8 Prozent (10,7 Prozent)
Linkspartei: 5,5 Prozent (7,4 Prozent)
AfD: 10,5 Prozent (7,1 Prozent)
FDP: 5,5 Prozent (3,4 Prozent)
Frei Wähler: 2,2 Prozent (1,5 Prozent)
Die Partei: 2,6 Prozent (0,6 Prozent)
Tierschutz 1,4 Prozent (1,2 Prozent)

18.16 Uhr: Laut dem Leiter des ARD-Wahlstudios, Jörg Schönenborn, ist der Erfolg der Grünen vor allem auch auf die jüngeren Wählerschichten zurückzuführen. Hier habe die Partei überproportional abgeschnitten.

18.13 Uhr: AfD-Chef und Spitzenkandidat Jörg Meuthen: Wir wollen die Union endlich wieder in den Dienst der Menschen stellen. Wir haben jetzt eine bärenstarke Truppe in Brüssel. Laut Meuthen hätte die AfD nach dem derzeitigen Stand der Prognosen zehn Abgeordnete im EU-Parlament.

18.08 Uhr: EU-Kommissar Günther Oettinger gibt sich im ARD-Wahlstudio enttäuscht. Man könne nicht zufrieden sein mit dem Ergebnis. Durch das schwache Abschneiden von Union, SPD udn FDP nehem Deutschlands Einfluß in der EU ab. Einziger Lichtblick: Auch die rechten Parteien hätten nicht besonders zulegen können.

Gespanntes Warten bei der AfD kurz vor der ersten Prognose Foto: JF

18.06 Uhr: Sowohl für die Union als auch für die SPD sind es die schlechtesten Ergebnisse bei einer deutschlandweiten Wahl seit 1949.

18.02 Uhr: In Österreich ist die ÖVP laut einer Trendprognose mit 37,5 Prozent mit Abstand stärkste Kraft geworden. Die Partei von Kanzler Sebastian Kurz gewann demnach 7,5 Prozentpunkt dazu. Die FPÖ verlor nach dem Strache-Video 2,2 Punkte und erhielt 17, 5 Prozent. Auf Platz 2 landete die SPÖ mit 23,5 Prozent (minus 0,6). Auch die Grünen verloren leicht und erzielten 13,5 Prozent (minus 1). Die Neos verloren 0,1 Punkte und landeten bei 8 Prozent.

Prognose ARD 18.00 Uhr (in Klammern das Ergebnis von 2014):

Union: 28 Prozent (35,3 Prozent)
SPD: 15,5 Prozent (27,3 Prozent)
Grüne: 22 Prozent (10,7 Prozent)
Linkspartei: 5,5 Prozent (7,4 Prozent)
AfD: 10,5 Prozent (7,1 Prozent)
FDP: 5,5 Prozent (3,4 Prozent)
Frei Wähler: 2,1 Prozent (1,5 Prozent)
Die Partei: 2,6 Prozent (0,6 Prozent)

Damit sind die Grünen der große Gewinner der Wahl. Aber auch die AfD kann sich über einen großen Stimmenzuwachs freuen. Die SPD hingegen ist der Verlierer. Sie büßt wohl zweistellig ein. Doch auch die Union hat keinen wirklichen Grund zum Jubel. CDU und CSU bleiben deutlich hinter ihrem Ergebnis von 2014. (krk)

 

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