Kommentar zu Kanzler wegen Bargeldfund bei Genossen in Bedrängnis von Der Sauerländer

Kahrs ist trotz seiner großen Schnauze, die ihn mit Sicherheit vor Schlimmerem behüten soll, kein Dummbart. Ich gehe mal zwanglos davon aus, daß das Geld im Schließfach nicht alles ist, was er für undurchsichtige Geschäfte als Schmierung erhalten hat. Es liegt im Bereich des Möglichen, daß er noch andere Fächer hat, unter anderem Namen, in denen der Löwenanteil der Gelder verwahrt wird. Wenn es um ein Volumen von insgesamt 100 Millionen geht, läßt sich doch ein Kahrs nicht mit 200.000 abspeisen. Unter diesem Aspekt ist der entdeckte Betrag nur das „Notopfer“, welches für den Fall zurückgelegt wurde, daß der Deal schief geht. Groß genug, daß es den Ermittlern reicht, klein genug, daß es keine übermäßigen Folgen gibt und alsbald Gras drüber gewachsen ist.

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