Washington: Kardinal schränkt lateinische Messe ein, verbietet traditionelle Sakramente

In einemDekret, das am 22. Juli veröffentlicht wurde, erläuterte Kardinal Wilton Gregory, wie er die 2021 von Papst Franziskus in Traditionis custodes festgelegten Einschränkungen der lateinischen Messe umsetzt. Er verwies auf den angeblichen Wunsch von Franziskus, »eine größere Einheit in der Kirche durch die Feier der Messe und der Sakramente gemäß dem Römischen Messbuch von Papst Paul VI. aus dem Jahr 1970 herbeizuführen, das die Frucht der Erneuerung der Liturgie war, die das Zweite Vatikanische Konzil gefordert hatte.«
Die neuen Regeln treten am 21. September 2022 in Kraft und gehören zu den schärfsten seit der Verkündung von Traditionis custodes. Sie sollen nach drei Jahren überprüft werden, was einige dazu veranlasst hat, Befürchtungen herunterzuspielen, dass im kommenden Mai ein neues Verbot der traditionellen Messe angekündigt werden könnte.
Zu Beginn seiner Liste von Einschränkungen ordnete Gregor an, dass »alle Priester, Diakone und Amtsträger die Erlaubnis des Erzbischofs von Washington beantragen und erhalten müssen«, um die traditionelle Messe nach dem Messbuch von 1962 zu feiern. Diese Anweisung gilt sowohl für öffentliche als auch für private Messen und gilt für die gesamte Erzdiözese.
Unter Berufung auf Traditionis custodes ordnete Gregor an, dass alle Kleriker, die diesen Antrag stellen, der schriftlich erfolgen muss, »ausdrücklich die Gültigkeit und Rechtmäßigkeit der Liturgiereform, die vom Zweiten Vatikanischen Konzil und dem Lehramt der Päpste diktiert wurde«, schriftlich bekräftigen müssen.
Darüber hinaus müssen Priester traditioneller Orden – wie die Bruderschaft St. Petrus oder das Institut Christus König -, die die traditionelle Messe lesen wollen, »den Wert der Konzelebration, insbesondere bei der Chrisam-Messe, anerkennen«, so eine weitere Maßnahme, die vor allem die Priester traditioneller Orden betrifft.
Anstelle der gegenwärtig in der Erzdiözese regelmäßig stattfindenden Messen an Sonntagen und in der Wochenmitte ordnete Gregor an, dass die traditionelle Messe nur noch an Sonntagen und dann auch nur in drei Kirchen stattfinden soll.
Darüber hinaus wird die Möglichkeit ausgeschlossen, wichtige Teile des Kirchenjahres mit der traditionellen Messe zu feiern, da Gregor ausdrücklich anordnete, dass nur die von Papst Paul VI. und Johannes Paul II. promulgierten liturgischen Bücher, der Novus Ordo, an »Weihnachten, dem Triduum, dem Ostersonntag und dem Pfingstsonntag« zu verwenden sind.
Das Dekret gehört zu den restriktivsten, rachsüchtigsten, herzlosesten und seelsorgerisch grausamsten, die im Zusammenhang mit der »Alten Messe« bisher veröffentlicht wurden.
Die Reaktionen auf das Dekret kamen schnell und heftig. Eric Sammons vom Crisis Magazine kritisierte Gregor und den Chicagoer Kardinal Blase Cupich für ihre jeweiligen neuen Beschränkungen – und Gerüchte über bevorstehende Beschränkungen – für die traditionelle Messe.
»Unser Herr hat kein Blatt vor den Mund genommen, als es darum ging, religiöse Führer zu verurteilen, die den Menschen schwere Lasten aufbürden«, so Sammons. »Wir sollten das auch tun: Die Kardinäle Cupich und Gregor sind böse, böse Männer.«
Der Liturgiewissenschaftler und Theologe Dr. Peter Kwasniewski kommentierte das Dekret als »eines der restriktivsten, rachsüchtigsten, herzlosesten und pastoral grausamsten«. Kwasniewski beschrieb Gregors Schritt als absichtlich und unnötig und sagte, er spiegele »seinen persönlichen Wunsch wider, die traditionellen Katholiken zu ghettoisieren und zu reduzieren.«
In weiteren Kommentaren gegenüber LifeSite ging Kwasniewski auf die Auswirkungen des Urteils ein und sagte voraus, dass unter den Gläubigen »ein neues Gefühl der Verlassenheit durch die Hirten und ein entschlossener Eifer, für die Tradition zu kämpfen, aus diesen Beschränkungen entstehen wird, der uns direkt in die dunklen Tage der 1970er Jahre zurückbringen wird.«
Im Gegensatz zu Gregors schriftlichem Ziel der »Einheit« werde das Dekret »das Misstrauen verstärken, der Einheit schaden und den Frieden untergraben«, sagte Kwasniewski, was »die treuesten und großzügigsten Katholiken weiter von den kirchlichen Institutionen entfremden und ihnen einen Grund geben wird, ihr Geld, ihre Zeit und ihre Familien anderswo als in der Kirche zu investieren.«

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