Jusos rufen zum Wahlkampf mit dem Baseballschläger auf

Eine junge Dame, gekleidet in einem leuchtend-blauen Kapuzenpulli, hält in einer subtil-aggressiven Körperhaltung angriffsbereit einen lackierten Baseballschläger in der Hand. Im Hintergrund ist ein Hain mit einzelnen Bäumen zu erkennen; also nicht etwa ein Baseballstadion oder ein Trainingsgeländer, das den Baseballschläger irgendwie erklären könnte.
So wollen die Jusos zur Teilnahme an der Wahl zum Europäischen Parlament aufrufen. Zumindest haben sie ein entsprechendes Plakat entworfen und in den sozialen Medien verteilt. Der entsprechende Shitstorm ließ daher auch nicht lange auf sich warten und nun versuchen die Jungsozialisten verzweifelt, die Kritik abzufedern.
Mit dem Plakat rufe man lediglich zur Teilnahme an der Wahl zum Europäischen Parlament auf, heißt es dazu in einer Stellungnahme der Landesvorsitzenden der Jusos in Berlin, Annika Klose. Wer in dem Bild einen Aufruf zur Gewalt erkenne, der würde sich auch bei der TV-Werbung erschrecken, behauptet Klose. Gewalt sei für die Jusos Berlin »kein Mittel der politischen Auseinandersetzung«, so Klose weiter.
Die Jusos wollen mit dem Baseballschläger-Mädchen »wachrütteln«, schreiben sie. Man rufe mit dem Bild dazu auf, sich für ein »geeintes, solidarisches und friedliches Europa« einzusetzen. Legt man die Aussagen der Jusos zu Grunde, so dient denen der Baseballschläger als eine Art Friedenssysmbol. Der Ölzweig und die Friedenstauben haben bei den Jusus ausgedient und werden vom Baseballschläger abgelöst.

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