Kommentar zu Botschafter Melnyk vom eigenen Ministerium abgewatscht von Paulinaroth

Als Antwort auf Johanna Spieth.

Nein, Frau Spieth, unsere Familie ist bereits Anfang 1942 mit der deutschen Wehrmacht in Richtung „Reich“ transportiert worden. Bis dahin gab es mehrere Aufenthalte, immer bedingt der Arbeit auch meiner Mutter für die deutsche Besatzung. Tarnopol, Krakau, Kattowitz, so etwa.
In Hoffnungsthal lebte die Familie schon länger nicht mehr. Enteignung, Deportation aller drei Brüder meiner Mutter nach Sibirien, Ehemänner verschwunden. Ich bin, wie schon erwähnt, nicht in der deutschen Siedlung geboren. Wie das alles zusammenhing, weiß ich leider nicht, ich denke aber, mit den Berufen. Gleich nach dem Einzug der Wehrmacht in meiner Geburtsstadt wurden Angehörige in die Arbeitspflicht genommen (Opa war Lehrer, unterrichtete an einer deutschen Schule – interessant, deutsche Familien aus dem Reich begleiteten ihre Väter bis in den Osten). Leider fragt man nicht genug, wenn man jung ist.

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