Haimbuchner: “Sagt endlich die Wahrheit!”

Autor: A.R. Bild: PxHere Lizenz: –


Ohne der Versorgung mit russischen Gas wird der kommende Winter hart. Haushalte und Industrie müssen angesichts der fragwürdigen Maßnahmen zittern. Denn noch liegen keine wirklichen Alternativen oder Notfallmaßnahmen vor. Die Gas-Alarmstufe-Erklärung in Deutschland zeigt dabei die Ernsthaftigkeit der Lage.

Das Ergebnis der jüngsten Studie von Univ. Prof. Schneider untermauert mit dramatischen Daten und Zahlen, dass endlich langfristige Maßnahmen zur Erhöhung der Krisensicherheit des Landes gesetzt werden müssen. Ein Importstopp – ohne entsprechende Alternativen – würde dazu führen, dass die bereits jetzt dramatisch gestiegenen Energiepreise noch weiter in die Höhe schnellen.

Laut Manfred Haimbuchner (Landeshauptman-Stv. von OÖ) werden die Auswirkungen auf das Industriebundesland Oberösterreich, die heimische Wirtschaft und in Folge auf den Arbeitsmarkt fatal sein. Schwarz-Blau in Oberösterreich hat sich deswegen bereits eindeutig gegen ein Gasembargo ausgesprochen.

Die EU hat derweil  einen teilweisen Importstopp für russisches Öl beschlossen. Das machen sich Länder wie Indien zunutze. Seit dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine hat das Land 62,5 Millionen Barrel russisches Öl gekauft – das ist mehr als dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Keineswegs kaufte das Land solche Mengen zum Eigennutz. Wie die spanischen Zeitung “El Mundo” berichtet, nutzt Indien das billig eingekaufte Öl aus Russland um es dann wiederum teuer raffiniert an die EU weiterzuverkaufen. Russland selbst rechne wegen des gestiegenen Rohölpreises heuer mit Mehreinnahmen in Höhe von 14 Milliarden Euro.

Die Dummheit der EU wird so also zu einem lohnenswerten Geschäft macht. Die betroffene europäische Bevölkerung schaut derweil weiter durch die Finger.

Österreichs Gasspeicher sind indes nur zu knapp 40 Prozent gefüllt, anstelle der um diese Jahreszeit üblichen 80 Prozent. Nun sprechen selbst die Grünen von einer Reaktivierung der Kohlekraftwerke.

„Wenn die grüne Ministerin mit der Reaktivierung eines Kohlekraftwerks die Energieversorgung in Österreich ‘retten’ will, dann wissen wir, dass unser Land am Abgrund steht. Was kommt als nächstes? Reaktivieren wir Zwentendorf? Werden ÖVP und Grüne den erlaubten Gasverbrauch pro Bürger gesetzlich limitieren?“, fragte Kickl in Richtung Energieministerin Eleonore Gewessler.

Nachdem von Kohle produzierter Strom einen doppelt so großen CO2-Ausstoß hat, als der mit Erdgas produzierter, wird angesichts der ab Oktober kommenden steigenden CO2-Bepreisung der Strom aus Kohle für die Endverbraucher besonders teuer.

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