Österreich: Pflegenotstand und „Kultur des Todes“ – Welle an erweiterten Verzweiflungs-Selbstmorden

Von ELMAR FORSTER |Lange lässt sich – trotz Politzensur – folgender Skandal wohl nicht mehr verstecken: In Österreich kam es in den letzten Jahren zu einem geradezu eklatanten Ausbruch von erweitertem Selbstmord aufgrund des Kollaps im Pflegesystem. Dieses lebte jahrelang von der sozial-staats-geförderten Ausbeutung von 24h-Pflegekräften aus dem „Osten“. Selbst „Experten sehen rumänische Pflegerinnen als Opfer ‚moderner Sklaverei´“. (Standard)

Folgender Fall (Juli 2020) führt mustergültig ein in eine deprimierende Alltagsrealität, wo Alte so etwas wie unwertes Leben sind: „Überlastung – Mord im Burgenland: Mit der Pflege überfordert: Ein 59-Jähriger hatte Ehefrau und Mutter jahrelang gepflegt. Die Pflegerin aus Rumänien kam aufgrund der Coronakrise nicht mehr.“ (Kleine Zeitung) Welche Verzweiflung den Mann dazu getrieben haben mag, wird aus den näheren Umständen ersichtlich: Der Mann hatte seine 64-jährige Ehefrau und seine 95-jährige Mutter mit eigenen Händen erwürgt.

Allein bis zum 16. Juni 2022 gab es in Österreich elf Fälle von erweitertem Selbstmord. (SN) Gestern ist eine weitere Tragödie dazugekommen: Ein 68-jähriger Mann hat seine 76-jährige Frau erschossen und Suizid verübt. Laut Polizeiangaben deute „aber nichts auf eine Auseinandersetzung des Paares hin. Die Ermittler vermuteten eher, dass die Tat mit dem Gesundheitszustand der beiden in Zusammenhang stehen könnte.“ (oe24)

Doch auch aus Deutschland werden ähnliche Fälle publik: „In letzter Zeit häufen sich die Dramen um erweiterte Selbstmorde im Großraum Köln. Schon wieder wurden tote Ehepaare in ihren Wohnungen aufgefunden.“ (tonight)

Pflege-Notstand durch Fun-Gesellschaft seit Jahren ignoriert

Und zwar fahrlässig oder mit Vorsatz. Denn sowohl Medien und Pflegeinstitutionen schlagen seit Jahren Alarm. Das etwa im Pflegebereich grün regierte Bundesland Vorarlberg ist nur ein Beispiel für den katastrophalen Pflegenotstand in ganz Österreich. „In Vorarlberg warten derzeit 200 Personen auf ein Pflegebett. Dem gegenüber stehen 100 Betten aufgrund von Personalmangel leer.“ (12.1.2022, ORF) – wie die zuständige Sozial-Landesrätin Wiesflecker mitteilte. Und vor allem: Die Lage eskaliert zusehends… So musste erst im Januar im Vorarlberger Götzis ein ganzes Pflegeheim zusperren: Denn „die Alten- und Pflegeheime in Vorarlberg finden kaum noch Personal. Studien zufolge werden in den kommenden Jahren 600 Pflegekräfte fehlen.“ (ORF)

Erst im Februar 2022 fanden österreichweit Pflegenotstands-Demonstrationen unter dem Motto „Es reicht ! Es ist fünf nach Zwölf“ statt. Überall dieselbe Tristesse: „1000 Pflegekräfte fehlen in der Steiermark“.( ORF) Auch der österreichische Gewerkschaftsbund schlägt Alarm: „Fast eine halbe Million Menschen in Österreich brauchen Pflege. Bis 2030 werden anderthalbmal so viele Menschen über 80 Jahre in Österreich leben als noch vor zehn Jahren. Das bedeutet aber auch, dass bis 2030 76.000 Pflegekräfte fehlen werden, bis 2050 weit über 100.000.“ (ÖGB) Laut Pflegeexpertin ÖGB-Pflegeexpertin Lackner steht Österreich nicht vor einem Pflegenotstand sondern: „Wir sind bereits mitten drinnen.“

Pensionierungswelle, Ost-Sklavenarbeiterinnen bleiben aus, Ab-Chillen statt Verantwortung für die Alten

Die Gründe sind so vielfältig wie plausibel: Auf Österreichs Pflege kommt eine Pensionierungswelle zu. Gleichzeitig verlassen Pfleger im Schnitt nach zehn Jahren ihre Branche, weil sie nicht mehr können. Und noch etwas: Der westliche Sozialstaat kann seine – auf ostrassistischen Ausbeutungsverhältnissen basierenden – All-Inclusive-Fun-Versprechungen nicht mehr halten. Denn in Osteuropa kümmern sich überwiegend die Angehörigen um ihre Alten und Schwachen. In Österreich geht man stattdessen ab-tanzen, ab-urlauben oder ab-chillen. Die Alten bleiben somit auf der Strecke.

„Wen-juckt´s ?“-Mentalität

Den grünen Sozialministern scheint das freilich mehr als egal. Frei nach dem Motto: „Sollen sie doch demonstrieren gehen ! Danach gehen sie wieder nach Hause.“  Denn auch eine Vor-läufer-Anti-Pflegenotstands-Demo (9.11.2021) war unerhört geblieben. (Krone)

Und auch das letzte vollmundige Pflegeversprechen des derzeit dritten grünen österreichischen Sozialministers Rauch (seine beiden Vorgänger verabschiedeten sich ins berufliche Burnout-Abseits) ist nicht einmal die Luft wert, die er auf Pressekonferenzen zerstäubt: „Regierung bringt größtes Pflege-Reformpaket der vergangenen Jahrzehnte auf den Weg.“ (ots, 12.5.2022)

Die Kultur des Todes erreicht jetzt die 68er-Alt-Senioren

Wovor Papst Johannes Paul II vergeblich warnte, nämlich vor einer „Kultur des Todes“, erreicht jetzt die senil, greise und versingelt gebliebenen Alt-68er mit voller Wucht – und auf eigenes Betreiben: „Die Kultur des Todes schreitet voran, und sie hat auch die dritte Lebensphase erreicht“, wie dessen Nachfolger, Papst Benedikt XVI. die Bestrebungen zur Ausweitung der Euthanasie geißelte. (Domradio)

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