NATO-Heuchelei über Schweden und Finnland

Während einer Sitzung auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos am Mittwoch sagte Dmytro Kuleba, er glaube, dass Schweden und Finnland die Ukraine jetzt besser verstehen könnten, nachdem die Türkei in Bezug auf die NATO-Anträge der Länder gehandelt habe. »Sie wissen jetzt, wie es sich anfühlt, zu versuchen, in einen Club zu kommen, und ein Mitglied sagt nein«, sagte Kuleba lautDagens Industri.
Vor dem Krieg hatten die Vereinigten Staaten einige Zeit behauptet, die Ukraine werde der NATO beitreten dürfen. Doch im Frühjahr erklärte der ukrainische Präsident Selenskyj, er habe endlich erkannt, dass sein Land dem Militärbündnis nicht beitreten dürfe. Michael McFaul, der ehemalige US-Botschafter in Russland, hat kürzlich zugegeben, dass die USA nur über eine ukrainische NATO-Mitgliedschaft gelogen haben.
Dmytro Kuleba erklärte in Davos, die Diskussionen um Schweden und Finnland zeigten, dass es nicht auf Verdienste ankomme, welche Länder der NATO beitreten dürfen. »Die NATO ist dabei, ein Land aufzunehmen, das eine sehr lange Grenze zu Russland hat. Was Putin dazu sagt, interessiert niemanden. Aber wenn die Ukraine die Frage der NATO-Mitgliedschaft aufwirft, wird sie sofort mit Hunderten von Argumenten konfrontiert, dass die Ukraine nicht bereit sei«, sagte er laut DI.
Es sei »ein Element der Heuchelei« in der Tatsache, dass sich gleichzeitig niemand gegen eine NATO-Mitgliedschaft Finnlands und Schwedens ausspricht, da dies das Risiko eines Krieges zwischen der NATO und Russland erhöhen würde, so der Minister.

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