Mark Wahlberg an seine 18 Millionen Follower: “Bleibt im Gebet”

Nur wenige andere Hollywoodstars wie Mel Gibson bekennen sich öffentlich zum Christentum. Mark Wahlberg wuchs in einer kaputten Familie auf und als Jugendlicher war sein Leben von Kriminalität und Gewalt geprägt. Ihm gelang eine persönliche Wende als er begann sich auf das Gebet und den katholischen Glauben auszurichten.
 

Von JÖRG WOLLSCHLÄGER | Mark Wahlberg wuchs als jüngstes von sieben Kindern in bescheidenen Verhältnissen auf, seine Eltern ließen sich früh scheiden. Er verließ die Schule ohne Abschluß und wurde mit 13 Jahren durch die Hilfe seines Bruders in die Boyband “New Kids on the Block” aufgenommen. Tatsächlich war er ein bad boy, ein böser Junge. Sein Lebensweg, schon bisher von Diebstahl und Gewaltausbrüchen gepägt, schien vorgezeichnet zu sein, als er mit 16 Jahren wegen versuchten Mordes im Gefängnis landete. Wahlberg schaffte es seinen Leben eine Wende zu geben und zu einem der erfolgreichsten und bestbezahlten Schauspieler Hollywoods zu werden. Wie ist ihm dies gelungen?

Vom “bösen Buben” zum gläubigen Familienvater

Seit seiner Jugend läßt Mark Wahlberg sich von seinem Gemeindepfarrer, Pater Flavin, in wichtigen Lebensfragen beraten. Pater Flavin taufte seine vier Kinder und hat ihn mit seiner Frau getraut. Rollen, die im Widerspruch zu seinem Glauben stehen, nimmt er auf dessen Ratschlag nicht an. Viel wichtiger als berufliche Erfolge sind ihn der Glaube und seine Familie:

„Jeder einzelne Aspekt meines Familienlebens ist Freude“, lächelt er. „Und das Wichtigste, was man sich als Vater merken muss, ist, daß man niemanden auslassen darf. Ich stehe morgens sehr früh auf, aber das Baby ist in der Regel vor mir wach, weil meine Frau es um fünf Uhr füttert und dann in die Wiege legt, damit sie und ich etwas Zeit füreinander haben, wenn ich meiner Frau einen Kaffee bringe, bevor der Tag beginnt. Dann geht es darum, meine älteren Kinder zur Schule oder zum Karateunterricht zu bringen oder was auch immer sie haben. Der Jüngste versucht bereits, bei den größeren Kindern mitzumachen, also nehmen wir uns auch für ihn Zeit. Um fünf Uhr abends setzen wir uns alle zusammen und essen gemeinsam zu Abend, und danach herrscht für ein paar Stunden Chaos, bis wir sie ins Bett bringen können! Es ist großartig!“

Mark Wahlberg, 24.12.2010

Normalerweise besucht Wahlberg jeden Tag die Messe, erzählt er in einem Interview. Schafft er das nicht, dann verbringt er zumindest einige Minuten betend in einer Kirche.

Kennt man seine Vorgeschichte nicht, dann könnte man meinen, daß sein Aufruf zu Rosenkranzgebeten an seine 18 Millionen Instagram Follower eine clevere Marketingkampagne für seinen neuesten Film ist. Darin spielt Mark Wahlberg Pater Stuart Long, einen Boxer, der sich entschließt einen religiösen Weg einzuschlagen. Als sein Vater Bill Long hat Mel Gibson in der Filmbiographie eine Nebenrolle. Der Film soll dieses Jahr am 2. Juni in die US-Kinos kommen, der Trailer ist bislang nur in englischer Sprache verfügbar. Gläubigen Katholiken wurde er von zwei US-Bischöfen, Austin Vetter und Robert Barron zur Erbauung empfohlen.

Ein guter Schauspieler oder ein guter Produzent zu sein: Das hilft mir nicht, nachts zu schlafen oder in den Himmel zu kommen. Das Wichtigste ist für mich, ein guter Vater, ein guter Ehemann und ein guter Mensch zu sein – ein Mann, der seinen Mitmenschen hilft und seine Kinder dazu erzieht, ebenfalls gute Menschen zu sein. Jeder einzelne Aspekt meines Familienlebens ist Freude.

Mark Wahlberg, 24.12.2010

Was zählt in Leben wirklich?

Mark Wahlberg mißt materiellen Dingen im Vergleich zu spirituellen Gütern eine geringe Bedeutung zu:

„Sobald ich mich auf meinen Glauben konzentrierte, begannen wunderbare Dinge für mich zu geschehen. Und das meine ich nicht beruflich – darum geht es nicht. Heutzutage bin ich in der Kirche und die Leute kommen zu mir und sagen: ‚Darf ich mich zu Ihnen setzen und mit Ihnen beten?‘ Und dann fangen sie an zu beten, und es stellt sich heraus, dass sie für den Erfolg ihres neuen Films beten oder was auch immer, und ich sage dann: Das ist nicht das, wofür ich hergekommen bin. Für mich ist es lächerlich, mich hinzusetzen und um materielle Dinge zu bitten. Es geht um ein viel größeres Bild als das. Ich möchte Gott dienen und ein guter Mensch sein und die Fehler, die ich gemacht habe, und den Schmerz, den ich den Menschen zugefügt habe, wieder gutmachen. Dafür bete ich, und das kann ich jedem empfehlen.“


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