Die zweite Front

„Die Bundesrepublik ist von Peking noch viel abhängiger als von Moskau“, lernt der Spiegel-Leser, der damals bei ähnlichen Aussagen von Donald Trump nicht richtig zugehört hatte, und er erfährt, dass das Wirtschaftsministerium von Robert Habeck dem VW-Konzern „erstmals keine weiteren Investitionsgarantien (für China) geben“ werde. Gut so, wenn schon, denn schon, wird der einfältige, aber moralisch hoch gerüstete Spiegel-Leser während der Lektüre denken und zustimmend mit dem Kopf nicken. Ach, übrigens, hat sich das mit den Sklavenarbeitern in Katar, unserem neuen Lieblingsgaslieferanten und künftigem Fußball-WM-Ausrichter, inzwischen als Ente erwiesen? Kaiser Franz hatte die ja bei persönlicher Inaugenscheinnahme seinerzeit auch nirgends gesehen. Wie meinen? Nach Russland auch China ins Visier nehmen bedeute die Eröffnung einer zweiten Front, während der eine Brandherd noch nicht gelöscht ist? Geografisch nicht, beides liegt im Osten, und vielleicht ist der Chinese ja auch nicht so ehrpusselig wie alte Quellen behaupten.   Moralisch stehen die Rot-Grünen eindeutig auf der Seite der USA, was manch Ältere überraschen dürfte. Ideologisch hingegen…   Wenn der Sheriff nicht erst klingelt… Eine Spezialeinheit der Polizei stürmt am frühen Morgen eine Vorstadt-Villa, schwer bewaffnet, mittels Ramme wird sich Einlass verschafft. Der Hausbesitzer wird unsanft in Gewahrsam genommen, die Wohnung im Beisein der kleinen Kinder des Überfallenen verwüstet, „als würden Drogensüchtige Wertsachen suchen“. China? Russland? Nein, ein Vorort von Karlsruhe in Baden-Württemberg, wo der alte Maoist, der grüne Kretschmann, und sein schwarzer Assistent, Schäubles Schwiegersohn Strobl, als Ministerpräsident und Innenminister fungieren. Das Verbrechen des Überfallenen: Er ist einer der Betreiber des Telegram-Kanals „Grundrechte jetzt“, und dort soll mal das […]

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