Zwei Jahre „Black Lives Matter” haben Rassismus wieder salonfähig gemacht



George-Floyd-Skulptur in New York wird von BLM-Aktivisten poliert (Foto:Imago)

Diesen Mittwoch jährte sich der Todestag von George Floyd zum zweiten Mal. Der hochkriminelle Afroamerikaner starb im US-Bundesstaat Minnesota, nachdem ihm ein Polizist bei einem von Floyd selbst provozierten Einsatz über neun Minuten lang die Luft abgeschnürt hatte, wobei nicht klar ist, ob sowohl Floyds Atemnot als auch sein späterer Tod tatsächlich ursächlich durch den Polizeieinsatz ausgelöst wurden (er klagte bereits sein später zum Anklageslogan geratenes „I can’t breathe„, bevor der Beamte ihn überhaupt fixierte, und war vollgempumpt mit Drogen. Tatsache ist, dass Floyds Tod löste eine beispiellose Welle gewaltsamer Proteste auslöste, die in den USA und Europa bis heute nachhallen. Wenigstens für Floyds Familie lohnte sich der beispiellose Märtyrerkult: Sie erhielt 27 Millionen Dollar Schadenersatz und eine zweistellige Millionensumme an Spenden, während der „rassistische“ Polizist Derek Chauvin für seine Brutalität 22,5 Jahre Haft bekam.

Darüber hinaus befeuerte Floyds Tod die vor allem in den USA seit Jahren andauernden Diskussionen über Rassismus, Polizeigewalt, die Repräsentation von Schwarzen und anderen Minderheiten in den Medien und anderen gesellschaftlichen Bereichen und führte auch in Europa zu anhaltenden hysterischen Debatten über tatsächlichen und angeblichen Rassismus, „kulturelle Aneignung” oder Defizite an „Diversität“ et cetera, wobei sich rasch die linksradikale „Woke”-Bewegung des Themas rasch bemächtigte und seither einen gruseligen Positiv-Rassismus zelebriert, der sich vor allem darin zeigt, dass Menschen heute schlimmer den je auf ihre Hautfarbe und ihr äußerliches Erscheinungsbild reduziert werden – sei es das heuchlerische Niederknien weißer Polizisten vor wildfremden Schwarzen im Dienst, seien es permanente Sprachverbote bis hin zu den „bunten“ Besetzungsquoten bei Kino- oder Werbefilmen.

Vor allem Deutschland preschte voran

Noch fataler ist die „Cancel Culture”, die einseitige ideologische Umdeutung und linksextreme Vereinnahmung der eigenen Geschichte: Mit einem von Regierungen und NGO’s finanzierten, unentwirrbaren Mischmasch aus akademischen und medialen Kampagnen und politischen Antirassimusprogrammen werden „postkoloniale“ westlichen Schuldkomplex permanent angeheizt. Der „alte weiße Mann“ ist in den zwei Jahren seit Floyd zum salonfähigen, anscheinend völlig legitimen Feindbild geworden – obwohl es sich dabei selbst um lupenreinen Rassismus handelt.

In Deutschland war der unkritische Floyd-Gedenkkult von Beginn an politische Chefsache – und Leib- und Magenthema einer ganzen Generation woher „Künstler“, die sich in der Bedienung von antiamerikanischen Vorurteilen (nur Rassisten und Waffennarren dort), rassistischen Stereotypen („eklige weiße Mehrheitsgesellschaft„) und Ressentiments gegenüber Berufsgruppen („struktureller Rassismus in der Polizei) befassten und diese in der fragwürdigen Heldenverehrung eines instrumentalisierten Schwarzen aus Minneapolis verdichteten. So fand etwa zu Floyds erstem Todestag in Mainz eine Gedenkveranstaltung mit Hunderten Teilnehmern statt, bei der theatralische Tränen verdrückt und autochthoner Selbsthass der versammelten Kolonialismus-Nachfahren gepflegt wurden. Ebenfalls zum „Einjährigen“ sah sich die Bornheimer Künstlerin Jana Merkens zur Erschaffung einer lebensgroßen George-Floyd-Skulptur veranlasst (von Wolfram Ackner treffend als „Kranzabwurfstelle“ beschrieben), wofür ihr ein Schwarzer aus den USA sogar sein krauses Haupthaar spendete.

Exterminatorischer Säuberungsdrang

Floyd sei, so die Künstlerin damals, „ein Sinnbild für den Zusammenhalt aller Menschen geworden, die sich gegen den Rassismus stellen und sich für die Gleichberechtigung einsetzen.“ Allerdings gehörte Merkens zu den ganz wenigen Künstlern, die wenigstens kritisch erwähnten, dass Floyd auch eine kriminelle Vergangenheit gehabt habe. Solche erhellenden Hinweise und Einschränkungen stünden heute, ein weiteres Jahr später, bereits unter beinhartem Rassismusverdacht. Denn für allzu viele war Floyd ein hochwillkommener Anlass, um ihrem Hass auf alles Weiße freien Lauf zu lassen. Die grün-verprollte Jungpolitikern Sarah Lee Heinrich, von der das oben erwähnte Zitat der ekligen weißen Mehrheitsgesellschaft stammt, äußerte etwa unter Beifall die Absicht, sie wolle sich „irgendwann einen Besen nehmen und alle weißen Menschen aus Afrika raus kehren.

Der exterminatorische Säuberungsdrang gegen alles gewesene und bestehende Weiße wird dabei von den Fackelträgern und Realtestimonials der „Diversität“ immer schamloser vorangetrieben. Erst letzte Woche verlangte der Frankfurter Autor Mohamed Amjahid (der mit Büchern wie „Der weiße Fleck. Eine Anleitung zu antirassistischem Denken“ oder „Unter Weißen. Was es heißt, privilegiert zu sein”,
deutsche Komplexe bespielt und bereits in den Titeln keinen Zweifel am Inhalt seiner Werke lässt) im „Spiegel”, dass noch mehr „queere und nichtweiße Charaktere“ im deutschen Fernsehen zu sehen sein müssten – auch, weil Netflix und Co. dies schon länger erfolgreich so praktizieren würden. Die Neuverfilmung europäischer Geschichte mit schwarzen Darstellern wird von solchen PoC-Propagandisten frenetisch gefeiert, während umgekehrt „Blackfacing” von Weißen oder „kulturelle Aneignung“ durchs Tragen exotischer Trachten als kulturelle Aneignung gilt. Dass ausgerechnet Netflix aufgrund seines Woke-Kurses stetig an Kunden und Börsenwert verliert deshalb, bereits 150 Mitarbeiter entlassen musste und nun ausdrücklich betont, sein Publikum nicht länger erziehen zu wollen, ist Amjahid offenbar entgangen.

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