Fußnoten zum Samstag

 

Unvaccinated lives matter.

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Der für sein verlogenes Betroffenheitsgesülze inzwischen berühmte Bundespräsidiale Grüßaugust Frank-Walter Steinbeißer hat sich einmal mehr heuchelnd selbst übertroffen.

So weiß die „Welt“ zu berichten:

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich über die Erschütterungen und Verwerfungen in der Gesellschaft durch die Corona-Pandemie besorgt gezeigt.“

Nun, „besorgt zeigen“ ist eine der Meisternummern des Steingesichts. Über Brandanschläge auf Staatsschutz-Polizistinnen durch seine linksradikalen Gesinnungsgenossen eher weniger, aber ganz sicher über alles andere. Und so schwadroniert er mit merkelgleicher Mundwinkelakrobatik:

Es habe Konflikte und Streit gegeben am Arbeitsplatz, in den Familien und in den Vereinen. Er habe sich angesichts der Dynamik oft gefragt, wie von heute auf morgen und im Umgang mit einer Krankheit eine solche Unversöhnlichkeit in die Sprache hineinkommen könne.“

Oh, da kann ich dir helfen, Fränkiboy. So hat ein gewisser Bundespräsident, der nicht nur genauso heißt wie du und dir zum Verwechseln ähnlich sieht, noch vor einem halbenJahr recht unversöhnlich getrötet:

“Diejenigen, die sich nicht impfen lassen, setzen ihre eigene Gesundheit aufs Spiel, und sie gefährden uns alle”

Was gleich eine doppelte Lüge und als Anschuldigung böswilliger Gefährdung ganz offensichtlich aus dem Munde des Bundespräsidenten eine offene Volksverhetzung darstellt. Ja, Fränki, mit genau solchen Meldungen, nur getoppt von Kollegen, die der Meinung waren, man müsse „den Ungeimpften klar machen: Ihr seid raus aus dem gesellschaftlichen Leben“ oder „Ungeimpfte haben kein Platz in unserem Land“, hetzt man eine ganze Gesellschaft gegeneinander auf und schafft es, dass sich die Menschen gegenseitig an die Kehle gehen. Wenn ausgerechnet jene, die durch ihren unkontrollierten Hass und ihre Hetze den Streit in die Gesellschaft getragen, ihn geschürt und die Menschen gegeneinander aufgestachelt haben, sich jetzt hinstellen, und Betroffenheitsgesülze absondern, dann ist das reines verbales Brechmittel. Heuchelei beschreibt diese Widerlichkeit noch sehr diplomatisch.

Aber die Krönung stellt diese Aussage Steinmeiers dar:

Und man muss vielleicht auch manches, was angerichtet worden ist, einander verzeihen.“

Sorry, Fränki, aber verzeihen kommt frühestens nacheiner Entschuldigung. Ich sehe aber keinerlei Schuldbewusstsein oder gar Reue bei dir, und ich habe auch kein Wort der Entschuldigung gegenüber jenen gehört, die von dir und deinen Genossen beschimpft, verhetzt und mit Hass und Häme übergossen wurden, sondern nur die dreiste Forderung, man solle aktiven Täternwie dir deine Hetze und deine Spaltung der Gesellschaft „verzeihen“. Vergiss es. Ihr habt so viele rote Linien überschritten, dass ein Weg zurück über ein uneinsichtiges und stures Absondern von Betroffenheit über alle anderen und ohne jedes auch nur mikroskopische Schuldbewusstsein unmöglich ist.

Ich kann einer Menge Leute, die sich ehrlich entschuldigen, eine Menge verzeihen. Aber dir und deinen stur im Wahn der eigenen Unfehlbarkeit weiterhetzenden Politbagage nicht. Gar nichts. Sorry, zu spät.

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