Kommentar zu Die deutsche Neurose von Diogenes

Als Antwort auf Peter Voit.

Ja, die Idee der Freiheit …
Die ist menschheitsgeschichtlich noch jung. Uralt ist das „Recht“ des Stärkeren.

Goethe begann den Egmont in 1775. Da vernünftelten die Intellektuellen Europas, Goethe war einer von ihnen, hin und her über das „Wesen“ des Menschen.
Ich habe jetzt auch noch mal in den Egmont reingesehen (der es bei mir insgesamt nie zur Priorität geschafft hat, immer nur diagonal gelesen), das ist wirklich interessant. Wie bewußt damals (Goethe-Zeit) schon den Menschen (bzw. Intellektuellen) die Problematik der Freiheit war. Z.B., daß der Mensch-an-sich dumm ist, und noch so einiges.

In1789 versuchte man dann, das mit der Freiheit mal praktisch zu probieren. Ähnlich wie Lenin das mit dem Marxismus.

Jedenfalls ist die Linke Weltanschauung, daß alle Menschen Gleich sind (wie die Räuber, die sich darin jedoch von ihrem Hauptmann unterscheiden, der ist gleicher) so alt wie die Menschheit.
Die Idee, daß jeder Mensch ein Individuum ist und nicht Glied eines beherrschten Kollektivs, ist genauso alt, aber erst in der Goethe-Zeit und in Europa wurde diese Idee wirklich gedacht.
Und was ist heute (praktisch) daraus geworden? Was kann daraus noch werden?

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