Kommentar zu Wegen Nato-Kritik: Politiker und Journalisten wettern gegen Papst von Johanna Spieth

Und noch etwas. Nicht nur ich spüre seit einigen Tagen einen kleinen, aber doch bedeutsamen Umschwung in der Stimmung. Täusche ich mich, oder sehe ich recht? Die Friedens-Worte des BRD-Staats-Philosophen, der Frauenrechtlerin und zuletzt des universalchristlichen Religionsführers (dreier Schlüsselpersonen der westlich geprägten Zivilgesellschaft) haben die Dominanz der Neokonservativen angekratzt. Zuvor war die Springer-Presse meinungsführend und trieb alle Skeptiker vor sich her, bzw. stellte sie in die Schmuddel-Ecke der Zauderer und Feiglinge. Jetzt bemerke ich eine gewisse Irritation (zumindest aber eine verminderte oder gedämpfte Sprachfertigkeit) bei denen, die zuvor im Brustton moralpolitischer Überzeugung zum Verteidigungs-Kreuzzug gegen den östlich-aggressiven Satan aufgerufen haben. Seit jene drei als hochmoralisch geltenden Autoritäten Habermas-Schwarzer-Bergoglio zur Vorsicht mahnen, haben es die Kreuzzügler schwerer als zuvor, die Meinungsbildung in ihrem Sinne zu monopolisieren.

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