„Operation Freiheit“ – Venezuelas Opposition versucht den Aufstand

Von Air Türkis | In Venezuela überschlagen sich die Ereignisse. In den Morgenstunden veröffentlichte Oppositionsführer Juan Guaido, der von den meisten westlichen Staaten als rechtmäßiger Interimspräsident anerkannt wurde, ein Video, in dem er das Ende der Unterdrückung durch den sozialistischen Diktator Maduro ankündigte, später sagte er, dass sich große Teile der Sicherheitskräfte und des Militärs auf seine Seite geschlagen hätten.

Einige Guaido-treue Soldaten haben den, sich seit 2014 in Hausarrest befindenden Ex-Oppositionsführer Leopoldo López befreit, dieser sagte, dass dies der Moment aller Venezolaner sei und rief zu friedlichen Protesten auf.

Laut eigenen Angaben befindet sich die wichtige Luftwaffenbasis La Carlota in der Hauptstadt Caracas unter Kontrolle Guaidos, die Regierung dementierte das. Die Opposition rief die Bevölkerung von Caracas zu Protesten um die Militärbasis auf, Kräfte der sozialistischen Regierung setzen Tränengas ein, immer wieder fallen Schüsse.

Der US-Amerikanische Sender FOXNews erfuhr von der Pressesprecherin des Weißen Hauses, dass Präsident Trump die Lage in Venezuela intensiv verfolgt. Der US-Außenminister Pompeo twitterte, dass die US-Regierung das venezolanische Volk in seinem Streben nach Freiheit und Demokratie uneingeschränkt unterstütze und fügte hinzu „Die Demokratie kann nicht besiegt werden“. Vize-Präsident Mike Pence sicherte ebenfalls Unterstützung zu. „Wir sind bei euch! Amerika wird bei euch stehen, bis Freiheit und Demokratie wiederhergestellt sind.“ schrieb er auf Twitter.

Die Lage bleibt unübersichtlich, noch ist völlig unklar inwiefern tatsächlich größere Teile des Militärs hinter Guaido stehen. Es kursieren Gerüchte, nach denen mindestens ein General aus dem Führungsstab der venezolanischen Armee hinter Guaido stehen würde. Bereits im Februar war der hochrangige Luftwaffengeneral Francisco Yánez zum Guaido-Lager übergelaufen.

Aus Deutschland hörte man noch nichts zu der Thematik. Bundesaußenminister Heiko Maas ist aktuell sogar in Südamerika. Er twitterte gestern: „Wenn Demokratie, Freiheit & Vielfalt unter Druck geraten, brauchen wir mehr Verbündete, um Populisten und Autoritäre aufzuhalten. Mit Lateinamerika teilen wir wichtige Werte.“ Außerdem schrieb er einen Artikel im Tagesspiegel unter dem bezeichnenden Titel „Transatlantisch – aber anders“. Zur Stunde ist er in Brasilien und eröffnet dort ein Netzwerk zur Stärkung von Frauenrechten.

Dass in Venezuela aktuell eine ganze Nation um ihre Freiheit ringt, Oppositionelle im Kampf gegen Einheiten Maduros und sozialistische Stadtguerillas, den sogenannten Colectivos, ihr Leben riskieren, scheint kaum zu interessieren.

Ich sage: Vamos Venezuela! Für die Freiheit. Es lebe Operación Libertad!

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