Löst AKK nach der Europawahl Merkel im Kanzleramt ab?

Im Dezember letzten Jahres hat Annegret Kramp-Karrenbauer, kurz AKK, Merkel als CDU-Chefin abgelöst. Wird die Wahl zum Europäischen Parlament Ende Mai zu dem erwarteten Desaster für die Union, ist es mehr als nur wahrscheinlich, dass AKK ins Kanzleramt einziehen wird und Merkel endgültig auf das politische Abstellgleis schiebt.
Berichten zufolge sollen erfahrene Bundestagsabgeordnete der Union sich bereits dahingehend geäußert haben, dass Merkel in diesem Fall sogar selbst den Weg für AKK freimachen könnte. Das hätte für sie den Vorteil, dass sie in der Außenwirkung den Anschein erwecken würde, sie selbst hätte die Zügel noch in der Hand und würde selbstbestimmt die Entscheidung treffen.
Doch in der Basis rumort es hingegen wesentlich deutlicher. Merkel hatte sich bisher komplett aus dem EU-Wahlkampf herausgehalten und wird dies ihren eigenen Aussagen zufolge auch bei den anstehenden Landtagswahlen so handhaben. Das stößt bei vielen Mitgliedern vor Ort auf wenig Gegenliebe. Die sind alles andere als begeistert davon, dass sich Merkel nun nicht mehr für die Partei in den Wahlkampf stürzen wolle. Bei ihnen verfestigt sich immer stärker der Eindruck, dass es auch ohne Merkel gehen könne.
Allerdings bieten die Wechseloptionen von Merkel zu AKK Raum für sehr viele Spekulationen. Die einzige Lösung, die als ausgeschlossen gilt, sind Neuwahlen auf Bundesebene. Die Angst vor schweren Stimmverlusten hindern die Union daran, diesen Schritt in Betracht zu ziehen.

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