Bunte Vielfalt in Fernsehen und Radio ist möglich, wenn ARD und ZDF abgeschaltet werden

„Wir sind der Meinung, dass im öffentlich-rechtlichen Rundfunk oft Minderheitenmeinungen stärker vorkommen als die Meinung der Mehrheit. Zum Beispiel sollten die Sender nicht nur diejenigen zu Wort kommen lassen, die immer noch mehr und mehr Klimaschutz wollen, sondern auch diejenigen, die das bezahlen müssen.“

Lesen Sie das bitte noch zwei Mal! Sie werden nicht darauf kommen, wer das gesagt hat.

Die Auflösung: Es war der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, Markus Kurze. Und der unterstützt mit seinem Klartext nur einen Vorschlag seines Medienministers Rainer Robra. Denn der hat den umfassenden Plan, die ARD als nationalen öffentlich-rechtlichen Sender komplett abzuschalten, allenfalls noch die Dritten Programme sozusagen als lokale Fenster zu belassen. Einziger öffentlich-rechtlicher Kanal bliebe dann das ZDF.

Überraschend, dass es in diesen Tagen wieder sowas wie Lebenszeichen aus der CDU gibt, die sich bundesweit seit Jahren nicht mehr für eine Politik zu interessieren scheint, die die große Mehrheit ihrer Wähler will.

Ich persönlich bin inzwischen für die völlige Abschaffung des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks in Deutschland. Und das war gedanklich ein langer Weg für mich. Mein Ansatz war ursprünglich, die Grundversorgung an Unterhaltung aus dem Rundfunkstaatsvertrag zu streichen. 1946 war diese Grundversorgung geboten, weil es ja nichts anderes gab und Unterhaltungsangebote nach den schlimmen Kriegsjahren wichtig waren, die verbliebene Bevölkerung bei Laune zu halten. Es gab keine anderen deutschen Fernsehangebote, nicht mal das ZDF. Es gab keine Privatsender, es gab kein Internet und keine Streamingangebote  à la Netflix oder Amazon Prime. Es gab nicht.

Das ist heute fundamental anders. Und es ist nicht einzusehen, warum alle Haushalte mit Zwangsgebühren Spielshows, Krimiserien und dümmlichste Comedy besonders in den Radioprogrammen finanzieren müssen. Also nur noch Nachrichten, Magazine, Dokumentationen, Weltspiegel, Berichte aus Brüssel und Berlin. Dazu Minderheitenangebote, Übertragungen von Schauspiel, Konzerten und Opern, literarische Runden und echten Talkshows mit Gästen, die sich über ihre unterschiedliche Meinungen streiten und nicht das Selbstbestätigungs-Gelaber der heutigen Protagonisten. Bei sowas wäre ich für Öffentlich-Rechtlich. Qualitätsprogramm ohne Quotendruck. Und die ganze Bandbreite von Meinungen.

Man freut sich ja schon, wenn in so einer Sendung bei Will, Maischberger oder Lanz wenigstens mal ein Gast da ist, der etwas sagt und vertritt, das nicht dem Mainstream-Enheitsbrei entspricht. In einem freien und demokratischen Land könnten aber auch mal Runden vorkommen mit Gesprächspartnern aus CDU, AfD, ein katholischer Priester und eine verheiratete glückliche Mutter von fünf Kindern. Und gegenüber sitzt da irgendeine Tante von ProFamilie mit einer Gendersternchen-Halskette. Und dann reden wir mal über die Ehe und gute Kindererziehung. Das wäre ein Spaß, oder? So machen die anderen das jede Woche. Und keiner tritt ihnen entgegen.

Aber die hochbezahlten Entscheider in den Redationen unserer Staatssendeanstalten wollen keinen ergebnisoffenen Diskurs, sie liefern die ideologische Begleitmusik für die Politik, die aus dem Kanzleramt orchestriert wird. Und weil das so ist – abschalten! Bald!

Sie können ganz sicher sein: Sobald der Acht-Milliarden-Moloch weg ist, werden die großen privaten Sender ihre Programme überarbeiten. In den USA gibt es auch Nachrichtensendungen und Politshows, da wird richtig gestritten, da gibt es private Sender für die Progressiven und Sender für die Konservativen. Und das Tollste: die verdienen sogar Geld damit. Und der „Tatort“ aus Münster – den übernimmt dann ProSieben, die Bundesliga Sat.1 und RTL „Aktenzeichen XY…ungelöst“. Erfolg setzt sich immer durch. So what?

Niemand braucht ARD und ZDF noch, lasst viele bunte Blumen blühen!

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