Menschenrechtsorganisation empfiehlt Olympioniken zu schweigen

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) unter seinem Präsidenten Thomas Bach hat die in wenigen Wochen beginnenden Olympischen Winterspiele in das kommunistische China vergeben. Trotz hinlänglich bekannter Menschenrechtsverletzungen der Zentralregierung in Peking, sei es in Hongkong, sei es gegenüber den Wanderarbeitern oder dem Volksstamm der Uiguren wie auch die kriegstreibende Politik gegenüber Indien und der Republik China, auch bekannt als Taiwan.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, die sonst immer das große Wort von Aufklärung, Stellungnahme und Positionierung führt, rät den Olympioniken, während ihrer Anwesenheit im kommunistischen China zu kuschen und den Mund zu halten. Etwaige kritische Äußerungen an dem Regime könnten negative Folgen für die Sportler haben.
Eine solche Positionierung der Gruppe ist extrem bemerkenswert. Legt sie doch sonst so großen Wert darauf, dass Sportler, vor allem international bekannte Sportler, diesen Bekanntheitsgrad nutzen sollen, um sich für politisch motivierte Themen stark zu machen; sei es für die LGBTQETC-Bewegung, die Diversität, die politische Korrektheit, Black Live Matter und so weiter.
Aber im kommunistischen China, das für seine zahlreichen Menschenrechtsverletzungen bekannt und berüchtigt ist, da sollen die Spotler kuschen, sich klein machen, schweigen. Entweder, man steht für bestimmte Rechte ein, egal wo und wann, oder aber man schweigt. Das gilt dann auch im gesicherten Umfeld daheim, wo immer das auch sei.

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