Berliner Erzbischof Koch mit sehr gewagtem Vergleich

Greta Thunberg, das junge schwedische Mädchen mit dem Asperger-Syndrom, befindet sich weiterhin auf ihrem Kreuzzug zur Rettung des Klimas. Am kommenden Mittwoch soll sie im Rahmen einer Generalaudienz vom Papst in Rom empfangen werden. Da ist es offensichtlich fast ein Muss für den Berliner Erzbischof Koch, Greta über den grünen Klee zu loben.
Die »Fridays for Future«-Demonstranten, so Koch, würden in Greta ihr Idol sehen, Politiker und Medien würden sie als Heldin ehren. Das alles erinnere ihn »ein wenig an die biblische Szene vom Einzug Jesu in Jerusalem«, sagte Koch gegenüber dem rbb.
Der Berliner Oberhirte offenbart mit derlei Äußerungen jedoch erhebliche Schwächen in seinen Bibelkenntnissen. Einmal ganz abgesehen davon, dass hinter Jesus anders als bei Greta kein Zusammenschluss einer Gruppe älterer Männer mit knallharten Finanzinteressen stand, waren weder die damaligen Medien (Geschichtsschreiber) noch die Politiker auf seiner Seite.
Ganz im Gegenteil. Die herrschenden Römer wachten mit Argusaugen über Alles und Jeden, der auch nur ansatzweise die Herrschaft Roms gefährden könnte. Die Pharisäer, eine in sich geschlossene Glaubensgemeinschaft, beäugte Jesus mehr als nur kritisch und lieferte ihn schließlich ans Kreuz. Nach allgemeinem Kenntnisstand hatte Jesus, anders als Greta, auch keinen Drehbuchautor als Vater, der jeden Auftritt minutiös vorplante und einübte.
Ein Vergleich, wie ihn der katholische Erzbischof Heiner Koch hier anstellt und Greta auf eine Ebene mit Jesus zu stellen versucht, ist fast schon Blasphemie.

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