Unseriöse Daten zu Inzidenzwerten: Staatliche Verhetzung Ungeimpfter



Welchen Zahlen ist noch zu trauen? (Symbolbild:Imago)

Zu den mantraartig wiederholten Grundbekenntnissen der nationalen Impf-Sekte gehört die feste Überzeugung, Ungeimpfte trügen in besonderem Maße zum Infektionsgeschehen bei und seien sowohl bei den Inzidenzen als auch bei den Intensivpatienten weit überrepräsentiert. Einmal ganz absehen davon, dass hier die komplette Idiotie der Mogelpackung „Impfung“ durchschlägt – denn würde die Impfung das halten, was sich noch vor 10 Monaten JEDER von ihr versprochen hat, dann wären Geimpfte heute geschützt und könnten von Ungeimpften gar nicht angesteckt werden (so wie Ungeimpfte auch nicht von Geimpften angesteckt würden!) -, gründet sich auf diese These die gesamte staatliche Diskriminierungskampagne gegen Ungeimpfte bis hin zur bevorstehenden Impfpflicht.

Jetzt aber wird immer deutlicher, auf welch tönernen Füßen dieses falsche Credo eigentlich steht: So kennt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), das die Daten in Bayern erfasst, nach Recherchen der „Welt“ oftmal überhaupt nicht den Impfstatus der einzelnen Infizierten. Doch wie geht die Behörde mit diesem Dunkelfeld um? Kommuniziert sie es offen? Natürlich nicht: Ebenfalls wie bei den Intensivpatienten werden die Fälle mit unbekanntem Status nicht etwa korrekterweise herausgerechnet, sondern sie werden ganz einfach den Ungeimpften zugerechnet. Es ist wieder dasselbe Erfassungsmanko wie im Fall der Intensivpatienten: Auch dort ist, bei einem Großteil der Belegungen, der Impfstatus schlichtweg unbekannt – trotzdem kursiert unwidersprochen die Behauptung, es seien „vor allem die Ungeimpften“, die die Kliniken verstopften. Dieselbe Fehlzuordnung nun also auch bei den Neuinfektionen.

Was dabei dann herauskommt, zeigt sich laut „Welt“ etwa in der Woche vor dem 24. November: Da wurden in Bayern insgesamt 81.782 Corona-Fälle gemeldet. Die tatsächlichen Angaben zum Impfstatus sahen so aus: 9.641 Infizierte hatten einen „vollständigen Impfschutz”, 14.652 waren „ohne Impfschutz” (diese sind die „echten“ Ungeimpften), und 57.489 hatten den Impfstatus „unbekannt„. Diese 57.489 Infizierten wurden jedoch laut LGL der Gruppe der Ungeimpften zugerechnet – „mit erheblichen Folgen für den Inzidenzwert für Ungeimpfte”, wie sogar der ansonsten rundum impfgeile „Focus“ moniert. Hochgerechnet auf die 7-Tages-Inzidenz ergeben sich so natürlich ganz erhebliche Schieflagen, was den angeblichen Anteil Ungeimpfter am Infektionsgeschehen anbelangt. Eine Manipulation und Wahrheitsklitterung von erheblicher Tragweite – die vor allem dadurch weiteren Auftrieb erhielt, dass Ministerpräsident Markus Söder die irreführenden Daten munter zur weiteren Aufwiegelung der Öffentlichkeit gegen Ungeimpfte nutzte:

(Screenshot:Twitter)

Der bayerische Landesvater und oberste Scharfmacher der Nation als Fake-News-Schleuder: Wer sich mit den Abgründen der Impf- und Maßnahmenpropaganda in dieser sogenannten Pandemie seit längerem befasst, den kann wahrlich nichts mehr überraschen.

Doch es geht nicht nur um Bayern. Auch in anderen Bundesländern – etwa in Hamburg – wird diese Zählweise bei den Infizierten angewandt, wie ein Sprecher des Hamburger Senats der „Welt“ bestätigte. Die dadurch grotesk verzerrten Inzidenzwerte – getrennt nach Ungeimpften und Geimpften – werden bei Diskussionen um die Impfpflicht regelmäßig ins Feld geführt, so auch hier wieder im Schlagabtausch der beiden „Bild“-Journalistinnen Yvonne Weiß und Nena Schink. Übrigens: Auch ganz ohne die dreiste Hinzurechnung aller Infizierten mit unbekanntem Impfstatus zu den Ungeimpften wäre deren höherer Anteil noch kein Beweis für die Behauptung, sie trügen stärker zur Infektionsdynamik bei – denn infolge der 3G-Regel müssen sich Ungeimpfte viel häufiger testen lassen als Geimpfte, wodurch auch mehr Positivfälle detektiert werden.

Fazit: Die gesamte Datenaufbereitung und Aufklärung der Öffentlichkeit ist weiterhin hochgradig unseriös.

Zumindest in Bayern haben Söders miese Taschenspielertricks zur Verunsicherung und Spaltung der Bevölkerung nun parlamentarische Folgen: Die Opposition im bayerischen Landtag – zumindest FDP und AfD – wollen den Schwindel nicht auf sich sitzen lassen, und fordern „rückhaltlose Aufklärung”. Der Verdacht wiege schwer, dass „staatliche Behörden der Öffentlichkeit mit verzerrten Statistiken bewusst ein falsches Bild vermitteln”. Welch bahnbrechende Erkenntnis! Es gibt in Corona-Deutschland anscheinend keine Verschwörungstheorie mehr , die nicht früher oder später Wirklichkeit wird.

Leserbriefe

Nachrichten, Kommentare, Leserbriefe - News im Minutentakt.