»Ich lade Claudia Roth ein, sich für iranische Frauen einzusetzen«

Seit letzter Woche wird unter deutscher und amerikanischer Leitung in Wien über eine Wiederaufnahme des Atomwaffen-Deals mit dem Iran diskutiert, der 2016 100 Milliarden Dollar in die Kriegskassen der Mullahs gespült hat.  Am 16. Januar 2016 flog ein US-Transportflugzeug mit 400 Millionen Dollar in bar auf Paletten nach Teheran, wie CNN berichtete.
2018 wollte die „Europäisch-Iranische Handelsbank“ in Hamburg 300 Millionen Euro in bar nach Teheran fliegen, mit Wissen des Kanzleramts, des Auswärtigen Amtes und Finanzministeriums, musste den Plan aber stoppen, nachdem die BILD-Zeitung darüber berichtet hatte.
Seit über zwei Wochen demonstrieren tausende Iraner in Isfahan gegen den Wassermangel, da das korrupte islamistische Regime lieber Kriege in Gaza, Libanon und Jemen finanziert, als für die eigene Bevölkerung zu sorgen. Revolutionäre Garden und Basiji-Milizen schossen mit Schrotgewehren auf die Demonstranten, Dutzende sollen das Augenlicht verloren haben. Sicherheitskräfte verhafteten Dutzende undfackelten die Zeltstädte der demonstrierenden Bauern ab, die sich in der drittgrößten iranischen Stadt versammelt hatten, um gegen die Austrockung des Flusses Zayandehrud zu protestieren.
Im Iran zu protestieren ist lebensgefährlich. Am 15.-17.11.2019 ließ das Regime nach landesweiten Protesten zirka1500 vornehmlich junge Leute erschießen und mehrere tausend weitere inhaftieren und foltern.
Gestern, am 1.12.2021, wandte sich die führende iranische OppositionelleMasih Alinejad per Twitter auf Deutsch direkt an die Iran-Freunde bei den »Grünen«: »Ich lade Claudia Roth und @abaerbock und alle anderen Parlamentarier ein, heute Abend um 22:30 das ZDF anzuschalten, wo gezeigt wird, wie iranische Frauen um ihre Rechte in einem Staat mit Genderapartheid kämpfen. Dieser Kampf kann nicht einfach ignoriert werden.«
Dazu teilte Masih Alinejad zwei Bilder von Claudia Roth im Iran mit Hijab. Gestern sendete das ZDF im Auslandsjournal den Beitrag »Wir kriegen Euch überall – Teherans Jagd auf Dissidenten« über Alinejad und andere Oppositionelle.
US-Behörden enthüllten im Juli, wie iranische Agenten planten, Alinejad zu entführen.Auch in Europa werden iranische Oppositionsfiguren durch das Regimeentführt und getötet. 
Im US-Senat stellten die Senatoren Toomey und Cardin parteiübergreifend ein Gesetz vor, um gegen die Terrorkampagne des Regimes gegen Oppositionelle vorzugehen. Das Gesetz ist nach Masih Alinejad benannt, dieim Gespräch mit CNN alle westlichen Regierungen aufforderte, für den Schutz von persischen Oppositionellen einzustehen. Von den Grünen war noch keine Antwort bekannt.
Der Iran ist seit der Islamischen Revolution 1979 fürmindestens 60 Mordanschläge auf Oppositionelle in Europa verantwortlich. 1991 wurde der ehemalige iranische Premier Schapour Bakhtiar in Paris ermordet. 1992 wurden im Restaurant »Mykonos« in Berlin drei kurdisch-iranische Oppositionspolitiker und deren Dolmetscher von iranischen Agenten erschossen. Wie durch ein Wunder hatte der Schwiegervater des Grünenpolitikers Joschka Fischer Mehran Barati wenige Minuten vorher das Lokal verlassen – sicher nur ein glücklicher Zufall.
Der Mann von Grünen-MdB Renate Künast, Rüdiger Portius, ist Anwalt in Berlin undverteidigte die Mörder vom Mykonos-Restaurant. Der Haupttäter Kazem Darabi wurde 2007 nach nur 15 Jahren aufgrund eines Deals mit dem Iran freigelassen. Portius verteidigt u.a. auch den libanesischen Abou Chaker Clan und Rapper Bushido.

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