Ohne Freie Medien geht es nicht

Liebe Jouwatch-Leser,

die Meinungsfreiheit war in der bundesdeutschen Geschichte nie stärker bedroht als in diesen Tagen. Schon vor der Corona-Krise hatten unabhängige Netzmedien einen schweren Stand, doch was wir seit seitdem erleben, sprengt alle Vorstellungen. Versuche der Mundtotmachung, der Diffamierung, der Diskreditierung und der Verhetzung Andersdenkender haben auch im Medienbetrieb ein beängstigendes Ausmaß angenommen. Die gesellschaftliche Spaltung schlägt auch in der journalistischen Zunft voll durch.

Und so geht denn die Zensur, die Bekämpfung der nicht ohne Grund so bezeichneten Gegenöffentlichkeit heute nicht vom Staat aus (zumindest nicht direkt), sondern von den Vertretern des medialen Mainstreams; von journalistischen Aktivisten und Agenda-Settern in den großen Verlagen und öffentlich-rechtlichen Sendern, die sich im Besitz der alleinigen Wahrheit wähnen und die jene anfeinden und ins Zwielicht rücken, die sich das Wesenselement des Journalismus (zu hinterfragen und zu kritisieren) bewahrt haben.

Sie bedienen sich dabei perfider Methoden: Etwa „Faktenchecker“, die objektive missliebige Fakten mit manipulativen Methoden in Zweifel ziehen. Zivilgesellschaftliche „Kooperationen“, die oft vom Staat durch dubiose Förderprogramme („Kampf gegen Rechts“) finanziert werden werden, zwecks öffentlichem Rufmord an den freien Medien, die unisono und undifferenziert als Verschwörungstheoretiker, Schwurbler, Extremisten und Stimmungsmacher angefeindet und in einen Topf geschmissen werden.

Und die sozialen Netzwerke, von Big Tech kontrolliert und vom Staat durch Willkürgesetze wie dem „Netzwerkdurchsuchungsgesetz“ zur Zensur ermächtigt, tun ihr übriges, um die Reichweite der freien Netzmedien zu torpedieren, freie Blogger, Vlogger und Onlinemedien stummzuschalten und damit ihre Existenzgrundlage zu beschneiden.

Die freien Medien sind in vielerlei Hinsicht gegenüber den Mainstream-Medien massiv benachteiligt. Letztere erhalten teilweise Zuschüsse vom Staat, teilweise Millionenzuwendungen von (eben den mit Big Tech verbandelten) Millionärsstiftungen. Sie werden auf Facebook & Co. nicht eingeschränkt und, vor allem, sie haben Zugang zu exklusiven Werbeeinnahmen. All diese Einnahmen bleiben den freien Medien verwehrt – entweder weil viele Unternehmen nach Boykottaufrufen linker Aktivisten oder angedrohten Shitstorms ihre Inserate zurückgezogen haben, oder weil die (wiederum von Big Tech kontrollierten) Monetarisierungs- und Vermarktungstools die freien Medien ohne Angabe von Gründen ausschließen – oft unter Berufung auf dubiose Geschäftsbedingungen.

Als Folge davon bleibt den freien Medien letztlich nur die tatkräftige Unterstützung ihrer Leser und Förderer eines freien, vielfältigen Meinungsangebots. Deshalb unsere inständige Bitte: Stärken Sie Jouwatch als wichtigem Teil dieser Medienlandschaft den Rücken! Helfen Sie mit, die Gegenöffentlichkeit stark und wachsam zu erhalten, damit Einseitigkeit und allgegenwärtiges Framing nicht triumphieren! Wir schaffen es nicht ohne Sie. Gerade in diesen bewegten Zeiten sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Ich danke Ihnen ganz herzlich und wünsche Ihnen, allen gegenwärtigen Widrigkeiten zum Trotz, eine frohe und besinnliche Vorweihnachtszeit!

Ihr Daniel Matissek

Hier können Sie spenden

Leserbriefe

Nachrichten, Kommentare, Leserbriefe - News im Minutentakt.