Trommelwirbel: Bild weiß, warum so viele Migranten auf der Intensiv liegen

Auf vielen Corona-Intensivstationen zeigt sich: Migranten machen einen erhöhten Anteil aus. „Bild“ weiß auch warum: Migranten sind mindestens so doof wie Verschwörungstheoretiker, Querdenker und AfDler.

Merkels Corona-Flüsterer Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, war es schon im Frühjahr diesen Jahres herausgerutscht: Corona-Intensivstationen sind überproportional von Menschen mit Migrationshintergrund belegt. Laut dem Tierarzt Wieler sollen es etwa 50 Prozent gewesen sein, deutschlandweit bestätigten andere Mediziner dann unangenehmerweise diese Aussage.

Nun kommt die Bildzeitung, die seit dem Rauswurf ihres Digital-Chefs Julian Reichelt wieder stramm auf Corona-Regierungskurs ist, mit der Meldung ums Mainstream-Eck, dass sich in Migrantenkreisen trotz breit angelegtem „Impfangebot“ nichts geändert habe:

„Der Anteil der Migranten unter unseren Intensiv-Patienten, die mit Corona behandelt werden, liegt etwa bei 50 Prozent. Auf jeden Fall über dem Bevölkerungsschnitt. Beim Thema Impfen besteht da ganz klar Aufklärungsbedarf. Das liegt aber nicht nur an Sprach-Barrieren, sondern hat vielschichtige Gründe. Zum Beispiel auch kulturelle oder religiöse. Und es ist auch nicht unbedingt eine Frage des Bildungsstandes„, berichtet hierzu Priv. Doz. Dr. Gunter Wiest, seines Zeichens Chefarzt der Lungenabteilung der Asklepios Klinik Hamburg-Harburg gegenüber dem Springer-Blatt.

Woran liegt es denn dann? Nach einigen Absätzen mit Horrordarstellungen, wie ungeimpfte Menschen mit Migrationshintergrund auf den Intensivstationen landauf-landab behandelt werden müssen, wartet Bild mit der Erklärung auf:

Migranten scheinen mindestens so doof zu sein, wie AfD-Wähler, Querdenker oder die renitenten Bewohner Ost-Deutschlands. Wörtlich heißt es im „Hauptsache-AfD-Bashin-betreiben-Mode“: „Die Alternative für Deutschland (AfD) hatte im Frühjahr versucht, aus dem hohen Migrantenanteil auf Intensivstationen politisches Kapital zu schlagen. Im März 2021 twitterte die Partei: „Die Erzählung vom angeblichen Multikulti-Erfolgsmodell war der Regierung wichtiger als Bekämpfung des Corona-Virus.“, berichtet das Blatt, um dann nach den Sachsen zu treten:

In Sachsen zeige jetzt anhand einer wissenschaftlichen Untersuchung des „Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt“, dass das Virus mittlerweile besonders in AfD-Gebieten grassiert, eine Forsa-Umfrage ergab, dass 50 Prozent der befragten Ungeimpften AfD gewählt hatten.

Weiter geht es: „Die Verschwörungsmythen, die Menschen dazu bringen sich nicht impfen zu lassen, sind unter Migrantengruppen und rechten Querdenkern die gleichen. Sie speisen sich aus ähnlichen Quellen. Da ist die Angst, dass eine Impfung unfruchtbar mache wie bei einem Berliner Ghaner. Die paranoide Vorstellung, dass eine internationale Verschwörung die Menschheit reduzieren wolle.“

Aber es gibt Hoffnung, vermeldet das Corona-Impf-Trommelblatt. Denn: Es zeige sich, dass der Druck durch die 2G-Regelungen Wirkung erzielt! Mohamed aus Gambia ließ sich jetzt impfen, obwohl er nicht an eine Wirksamkeit glaubt! Der tolle Migrant gab an, dass er mit der Impfung das „Gesetz befolgen“ wollte. Und auch die Afghanen Asilhan und Mansoor hatten sich eigentlich nicht impfen lassen wollen und sind jetzt ganz happy, weil sie wieder in die Muckibuden dürfen. Auch Antar, ein Voll-Muslim aus dem islamisierten Neu-Kölln, kam dem Aufruf des Moschee-Vorbeters zu Impfung ebenso nach, wie der Berliner Spätiverkäufer Bilal aus Pakistan.

Na, läuft doch. Demnächst liegen dann – spinnt man die Bild-Story weiter – nur noch die Irren aus den Reihen der Verschwörungstheoretiker, der Querdenker und AfD-ler auf der Intensiv. Irgendwie eine Win-Win-Situation, oder, liebe Systemtrompete Bild? (SB)

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